Wenn es früher dunkel wird, verschieben sich auch unsere Gewohnheiten: Wir lesen häufiger bei Kunstlicht, verbringen längere Abende auf dem Sofa und wünschen uns morgens keine kalten Füße. Mit diesen sieben Kniffen lässt sich die Einrichtung (fast) ohne Neuanschaffungen anpassen.
1. Fröhliches Möbel rücken
Im Sommer ist der Platz direkt am Fenster besonders begehrt, im Herbst und Winter kann es dort unangenehm kühl werden. Prüfen Sie deshalb, ob Sofa oder Lesesessel ein Stück weiter im Raum platziert werden können. Auch eine neue Anordnung der Sitzmöbel lohnt sich: Stehen Sessel und Couch einander gegenüber statt nebeneinander, entsteht ein Bereich, in dem man sich leichter unterhalten kann. Wichtig: Heizkörper nicht mit Möbeln zustellen, damit die warme Luft zirkulieren kann.

Holzmöbel aus der Hinode-Kollektion von Vincent van Duysen für Koyori.
2. Den Teppich neu positionieren
Ein Teppich muss nicht das ganze Jahr am selben Platz liegen. Vielleicht ist das Exemplar aus dem Gästezimmer im Winter vor dem Sofa besser aufgehoben? Gerade auf Fliesen, Stein oder Holzböden macht sich eine textile Unterlage schnell bemerkbar. Wichtig: Die Proportionen im Blick behalten. Im Wohnbereich wirkt ein Teppich meist großzügiger, wenn zumindest die Vorderfüße von Sofa und Sesseln darauf stehen. Kleine Teppiche, die isoliert vor einzelnen Möbelstücken liegen, lassen die Einrichtung eher unruhig erscheinen.

Flauschiger Flokati-Teppich aus Schafwolle von Give a Pon.
3. Lichtinseln statt Festbeleuchtung
Eine einzelne Deckenleuchte macht zwar hell, selten aber gemütlich. Verteilen Sie lieber mehrere Lichtquellen im Raum und schalten Sie diese je nach Tätigkeit einzeln ein. Eine Tischleuchte auf dem Sideboard hellt eine dunkle Ecke auf, die Stehleuchte neben dem Sessel liefert gezieltes Leselicht. Besonders praktisch sind dimmbare Leuchten. Für Wohnbereiche eignet sich warmweißes Licht mit etwa 2700 Kelvin. Und bevor Sie neue Lampen kaufen: Vielleicht findet die Tischleuchte aus dem Schlafzimmer im Wohnzimmer einen besseren Platz?
4. Vorhänge auf Winterbetrieb umstellen
Dicht gewebte Stoffe reduzieren das Gefühl kalter Fensterflächen und können den Wärmeverlust am Fenster etwas verringern. Wer ohnehin verschiedene Vorhangschals besitzt, kann mit Beginn der kalten Tage auf die schwerere Variante wechseln. Das ist vor allem bei großen Fensterflächen sinnvoll. Tagsüber dürfen die Vorhänge geöffnet bleiben, damit möglichst viel Tageslicht und Sonnenwärme hereinkommen. Abends werden sie geschlossen. Auch hier sollten sie darauf achten, dass der Stoff nicht vor dem Heizkörper hängt.

Eine große Auswahl an Stoffen auch für extrabreiten Fensterfronten findet man bei Sunbrella.

Auch als Raumteiler schützen Vorhänge vor Zuglust. Hier: Jacquard Aradara von Pierre Frey.
5. Kissenbezüge & Decke wechseln
Kaum eine Veränderung ist einfacher und zeigt so schnell Wirkung. Im Herbst dürfen die Stoffe schwerer und die Farben satter werden. Samt, Wolle oder Bouclé setzen spannende Kontraste zu glatter Baumwolle und Leinen. Dabei müssen nicht alle Kissen zusammenpassen. Unterschiedliche Strukturen und Muster wirken besonders stimmig, wenn einzelne Farben mehrfach aufgegriffen werden. Noch ein weiches (Woll-)Plaid dazu – et voilà!
6. Die Fensterbank frei räumen
Wenn die Tage dunkler werden ist natürliches Licht besonders kostbar. Deshalb lohnt es sich, Fensterbänke einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Große Pflanzen, hohe Vasen oder dicht gestellte Dekoration können wertvolles Tageslicht schlucken. Verlagern Sie ausladende Stücke auf Beistelltische oder Kommoden und lassen Sie vor allem kleinere Fenster möglichst frei. Auch Spiegel können helfen: Gegenüber oder seitlich eines Fensters platziert, reflektieren sie einfallendes Licht in den Raum. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von ihrer Position ab.

Licht, wie wir es lieben! Leichte Gambosa von Marset.
7. Eine Winterecke einrichten
Nicht jeder Raum muss komplett verändert werden. Manchmal reicht ein einziger Platz, der auf die eigenen Wintergewohnheiten zugeschnitten ist. Ein selten genutzter Sessel wird mit einer Leuchte und einem kleinen Beistelltisch zur Leseecke. Oder Sie richten am Esstisch einen festen Platz für vorweihnachtliche DIYs ein. Entscheidend ist, dass alles Nötige griffbereit liegt und nicht jedes Mal zusammengesucht werden muss. So bekommt ein bislang wenig genutzter Bereich eine neue Funktion – zumindest bis zum Frühjahr.

Bei Sessel Siesta von LK Hjelle wird der Name Programm.
Wie man rustikale Gemütlichkeit im Südwesten Englands interpretiert lesen Sie →hier.









