Seit Jahren ist DECO HOME-Chefredakteurin Anne Gelpke auf der Suche nach einem Entsafter, der ihr nicht schon gleich morgens den letzten Nerv raubt. Ein Erfahrungsbericht.

Wie alles begann und warum die Suche irgendwann auf Eis lag

Ich trinke gerne Saft, gerne auch frisch gepresst. Am besten morgens. Und am liebsten Gemüsesaft. Karotte, Sellerie, wahlweise dazu rote Beete oder Spinat. Denken Sie nicht weiter darüber nach. Jeder hat seine Vorlieben. In einer idealen Welt muss ich für dieses Getränk morgens nicht das Haus verlassen. Ganz unabhängig davon, dass sich im näheren Umkreis meines Zuhauses auch kein Laden mit einem entsprechenden Kaufangebot findet.

Wie schön wäre es nun, ein Gerät in der eigenen Küche zu haben, dass ganz simpel das Beste aus dem Gemüse herauspresst. Was bis hierhin einfach klingt, stellte sich als ein ähnlich ärgerliches Unterfangen heraus wie in München eine neue, bezahlbare Wohnung zu finden. Da mein Biorhythmus am Morgen ohnehin noch nicht auf Hochtouren läuft, war das letzte, was mir fehlte ein Entsafter, der mir direkt nach dem Aufstehen den letzten Nerv raubt. Das Tal der Tränen war lang. Und um das gleich deutlich zu machen, es war nicht unbedingt eine Frage des Preises. Auch hochpreisige Markengeräte überzeugten auf ganzer Linie nicht. Beziehungsweise erst in der Liga ab 1500,- Euro. Halloo? Wir sprechen über einen Entsafter.

Entsafter Test Hurom H80ST Lifestyle decohome.de

Sollte dieses gerät das Blatt wenden?

Dennoch habe ich irgendwann angefangen zu zweifeln. War meine Erwartungshaltung doch zu hoch? Aber sollte nicht zumindest Saft aus einem Entsafter herauskommen? 
Und die Maschine nicht im Minutentakt verstopfen? Das vorläufige und unrühmliche Ende meiner Suche war der Morgen als ich aus Unwissenheit und Verzweiflung das Gerät falsch zusammengebaut hatte und der Entsafter seelenruhig den Möhrensaft mit einer ordentlichen Prise gleichmäßig geraspelter Hartplastik-Abdeckung würzte. Für tatsächlich mehrere Jahre lag das Saftvorhaben auf Eis.

Der Hurom Slow Juicer: Hype oder Humbug?

Auf der Messe in Frankfurt dann ein Zufallsfund. Der Slow Juicer H80ST von Hurom. 15 Jahre Garantie zeugen von einer bemerkenswerten Herstellergewissheit, dass das Gerät dieses Versprechen erfüllen wird. Die UVP: 699,- Euro. Gerade so an der Grenze dessen, was man für einen Entsafter bereit wäre zu zahlen. In Relation zur Herstellergarantie macht es 13 Cent pro Tag, wenn wir davon ausgehen, dass der Juicer wirklich 15 Jahre hält. Um diesen Zusammenhang nicht zu einer saftigen Milchmädchen-Rechnung werden zu lassen, müssen natürlich die Kosten für die Zutaten on top gesetzt werden. Es bleibt aber die wichtigste Frage zu beantworten: Kommt Saft raus, ganz ohne Nervenzusammenbruch oder anschließende Komplettrenovierung der Küche? Ein klares und deutliches Ja! für den H80ST. Der lässt sich supereinfach befüllen und entsaftet komplett eigenständig mit Spiral Blade Technologie für alle, die wissen, was das ist.

Slow Juicer im Test urom H80ST Lifestyle decohome.de

Durch das schonende Kaltpressverfahren bleiben Aromen und Nährstoffe erhalten, einer der wichtigsten Gründe, warum man sich das alles überhaupt antut. Auch die Bedienung ist für technisch schnell Überforderte wie mich kein Problem. Das Beste zum Schluss: Reinigung und Zusammenbau sind kinderleicht. Denn Hurra! Nahezu alle Teile dürfen in die Spülmaschine.

Entsafter produkttest Hurom H80ST1207 Kale Green decohome.de.

Die Farbvarianten: Marble-Weiß, Grau, Schwarz und Grünkohl

Unser Fazit

Der Weg war weit und mühsam, aber es gibt ein Happy End – dieser Hurom Entsafter ist den Hype wert.

Erhältlich über: www.amazon.de

In unserer Serie „Hype oder Humbug?“ testen wir Tools aus den verschiedensten Kategorien. Dabei haben wir nicht den Anspruch die (manchmal minimalen) Unterschiede von 27 verschiedenen Modellen aufzuzeigen. Die Vorauswahl bestimmt das Design, danach zeigt sich, ob das Produkt auch inhaltlich mithält.

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