Vor ein paar Tagen sahen wir ein Reel mit dem Satz: „POV: Wie ich von mir behaupte, nicht oberflächlich zu sein und dann erinnert mich ein hässliches Sektglas daran, wer ich wirklich bin“. Kommt Ihnen bekannt vor? Dann dürfte unsere neue Folge DECO News genau das Richtige sein (Spoiler Alert: hässliche Dinge, werden Sie hier nicht finden)!
Geschüttelt oder gerührt?
Völlig egal! Hauptsache unser nächster Martini kommt mit einem schmucken Spießchen der New Yorkerin Jessi Burch. Eigentlich Gold- und Silberschmiedin, dropt die Designerin seit 2024 in regelmäßigen Abständen auch Einrichtungsgegenstände. Und ging mit ihrer ersten Kollektion, ein von Josef Hoffmanns ikonischem Seven Ball-Stuhl inspiriertes Besteck-Set, prompt viral. Ob die Cocktail-Couture folgt, bleibt abzuwarten. Wir jedenfalls haben sie direkt auf unsere Wishlist gesetzt, weil sie auf schönste Weise die zurückgekehrte Freude am Gastgeben und Genießen versinnbildlicht.

Gefertigt wird in New York, geliefert in die ganze Welt: Martini Jewelry und Seven Ball Cutlery
Change your Paint of View
Wer uns auf Instagram folgt, weiß, dass wir kürzlich das Vergnügen hatten für den Launch der neuen Little Greene-Farbkarten nach Manchester zu reisen. Ungefähr alle fünf Jahre wiederholt das britische Familienunternehmen diesen Prozess, der einer groß angelegten Aufräum-Aktion gleicht: Manches muss weichen, hier und da kommt etwas hinzu und am Ende wird alles sortiert. So glänzen die Farbfächer Colours of England und Colour Scales ab September mit 26 neuen Tönen sowie einer Nuance aus dem Archiv. Zudem wurde die Struktur angepasst, um eine intuitive Farbauswahl zu unterstützen. Bleibt eigentlich nur noch die Frage: Was streichen wir als Nächstes? (Unsere Rubrik →Wandgestaltung finden Sie hier.)

„Die Beliebtheit bestimmter Farben verändert sich im Laufe der Zeit; es ist eher eine Evolution als eine Revolution“, so Kreativdirektorin Ruth Mottershead.
Einfach mal abhängen
Garderoben gehören zu den Möbelstücken, über die man selten nachdenkt. Dabei sind sie das Erste, was uns zu Hause empfängt und prägen den Eindruck eines Interieurs damit stärker, als man meint. Genau dieses Potenzial greift Schönbuch mit der neuen Line Edition auf. Für das Remake des hauseigenen Klassikers entwickelte Designerin Carole Baijings drei fein abgestimmte Farbverläufe: Faded Olive, Muted Iris und Pale Marigold. „Farbe ist meine größte Leidenschaft. Sie steht im Zentrum meiner Arbeit und begleitet mich vom Anfang bis zum Ende eines Entwurfs“ so die Niederländerin.

Das Farb-Update ist ab Ende Juli erhältlich.
Strike!
Schweißige Schuhe, Fototapeten, Fastfood: So spaßig Bowling auch immer ist – das Surrounding der meisten Bahnen hat uns schon mehr als einmal davon abgehalten dieser Freizeitaktivität nachzugehen. Bis jetzt! Denn im Juni eröffnete das Rotterdamer Unternehmen Atoll die erste Champagner-und Design-Bowlingbahn Deutschlands in München. Verantwortlich für die Gestaltung ist Lieblingslocal Sebastian Zenker, welcher der alten Anlage in der Lazarettstraße mit metallischen Oberflächen, Farbakzenten und einem eigens entworfenen Lichtkonzept urbane Club-Vibes verlieh. Ergänzt von kleinen Köstlichkeiten und Bubbles werden wir uns hier wohl noch häufiger am Perfect Game probieren.

Neben zehn modernen Bowlingbahnen, der Bar sowie einem Lounge,- und Restaurantbereich, finden sich im Atoll auch vier Billardtische.
Frische Brise
Und noch eine Neueröffnung – am anderen Ende Deutschlands – hat unsere Aufmerksamkeit erregt: Seit Ende Mai findet man in Hamburg nämlich die erste deutsche Boutique des belgischen Homefragrance-Labels Baobab Collection. Aufgebaut wie ein stilvoll eingerichtetes Appartement lädt das Geschäft zum Entdecken der neuesten Duftkreationen, Klassikern oder der luxuriösen Körperpflegeprodukte der Marke ein.

Gelegen in der beliebten Einkaufsstraße Hohe Bleichen ist der Store perfekter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel.
Überzeugt
Bisher konnten uns Möbel oder Accessoires aus dem 3D-Drucker nur selten begeistern. Denn auch wenn wir die Technik dahinter durchaus faszinierend finden und die materialschonende Produktion schätzen, wirken die Ergebnisse oft wenig emotional, häufig billig und naja, technisch eben. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Eine davon fand während der 3 Days of Design in Kopenhagen bei Outil.li statt. Die niederländische Leuchten-Brand setzt auf lokale Fertigung, intelligente Materialien und (wer hätt’s gedacht) 3D-Druck. Der Clou: Nicht die Technik, sondern das Licht stehen dabei im Mittelpunkt. Form, Material, Farbe und Lichtstreuung können frei konfiguriert werden und greifen dabei so ineinander, dass jede Leuchte ihre ganz eigene Atmosphäre erzeugt – und uns damit überzeugt.

Das Design bewegt sich zwischen der spielerischen Radikalität eines Ettore Sottsass und der funktionalen Klarheit von Dieter Rams.
Danish Delights
Normalerweise arbeitet Charlotte Lynggaard mit feinsten Edelmetallen und -steinen. Doch die Kreativdirektorin des dänischen Schmucklabels Ole Lynggaard liebte es schon immer ihre Comfortzone zu verlassen. Nach Mode-Entwürfen und Interior-Projekten folgt nun die Arbeit mit Porzellan. Eine ganze Woche lang verschanzte sie sich dafür in der historischen Künstlerwohnung der Porzellanmanufaktur Nymphenburg, um ein Gefühl für den neuen Werkstoff zu bekommen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren entstand dann eine Kollektion aus formschönen Anhängern, Flacons, skulpturalen Objekten und einem Kerzenhalter, die von Neugier und Handwerkskunst erzählen.

In allen Flagshipstores und ab September auch online erhältlich.







