Bevor wir es uns drinnen gemütlich machen, lohnt sich nochmal ein ausgedehnter Rundgang durch Garten und Terrasse – um draußen alles winterfest zu machen. Hier teilen wir Tipps, praktische Helfer-Tools und Möbel-Inspiration für die nächste Saison.
Obst sammeln und Laub entfernen
Pflücken Sie jetzt die letzten essbaren Äpfel und Birnen von den Bäumen und sammeln Sie das Fallobst gründlich auf. Das hilft, Ungeziefer fernzuhalten und das Gras zu schützen. Ebenfalls entfernt werden sollten heruntergefallene Blätter – denn eine Laubschicht auf den Grashalmen begünstigt Licht- und Sauerstoffmangel und schadet damit dem Rasen. Denken Sie dabei auch an Wege, an die Terrasse und den Balkon und befreien Sie Trittplatten, Fliesen, Holzbohlen und vor allem auch Abläufe und Rinnen von Schmutz und Blättern. Dadurch kann die Nässe im Winter besser ablaufen.
Unter Sträuchern und auf Beeten darf das Laub übrigens gerne liegen bleiben, als natürlicher Schutz und Winterquartier für Igel und Co.

Farbenspiel im Korb (von Korbo): Vom Rasen sollte das Laub jetzt entfernt werden, unter Sträuchern darf es gerne liegen bleiben

Praktisches Tool: Mit dem Laub- und Rasensammler von Gardena befreit man Terrasse und Rasen ohne Bücken von heruntergefallenen Blättern. Mögen wir auch und schont den Rücken: den Rollsammler für Obst
Nichts zu tun gibt es übrigens bei den Stauden und Gräsern, denn die bleiben am besten den ganzen Winter über stehen. Das sieht zum einen dekorativ aus, zum anderen bietet es Vögeln Nahrung und Insekten Unterschlupf.
Jetzt schon auf den Frühling freuen
Wer im März und April bereits auf farbenfrohe Beete und Balkonkästen blicken möchte, muss jetzt Blumenzwiebeln setzen. Besonders schön: Tulpen, Narzissen und Krokusse. Kleiner Tipp: Die Zwiebeln unbedingt mit der Spitze nach oben in die Erde stecken!

Für diesen farbenfrohen Anblick im Frühjahr setzt man Blumenzwiebeln einfach in Töpfe statt ins Beet. Beste Zeit dazu: Oktober und November (Foto: Bergs Potter)
Zudem mahnt die Stuttgarter Interior-Expertin Barbara Benz: Wer ganz sicher gehen will, dass seine neuen Gartenmöbel auch wirklich im Frühjahr auf der Matte stehen, der sollte schon im Herbst über eine Order nachdenken – lange Lieferzeiten lassen grüßen. Eine feine Auswahl aktueller Outdoor Möbel, Stoffe und Leuchten zeigen wir in unserer Rubrik →Garten.
Ab ins Winterquartier
Empfindliche Stauden, Rosen und junge Gehölze schützt man mit Vlieshauben vor Frost. Kübelpflanzen werden zwischen Oktober und November ins Winterquartier geholt oder frostfest verpackt. Grundsätzlich gilt: Die Pflanzen so lange wie möglich draußen lassen. Sehr empfindliche Arten wie Bougainvillea, Hibiskus, Wandelröschen oder Banane sollten schon vor den ersten leichten Nachtfrösten rein. Kälte- oder frosttolerante Pflanzen (beispielsweise Olivenbäumchen oder Oleander) vertragen durchaus auch ein paar Minusgrade.

Olivenbäume vertragen einstellige Minusgrade ohne Probleme (Foto: Serax)
Bleiben Pflanztöpfe den Winter über draußen, sollten sie geschützt an der Hauswand stehen, mit Jute oder Vlies umwickelt und auf eine Styroporplatte oder ähnliches gestellt werden. Unbedingt auch auf eine ausreichende Drainage achten, da überschüssiges Wasser sonst gefrieren und der Topf zerspringen kann.
Gießen im Winter nicht vergessen! Auch im Winterquartier benötigen die Pflanzen Wasser – Experten raten dazu, alle zwei bis vier Wochen sparsam zu gießen. Profi-Tipp: am besten eine Erinnerung im Handy einstellen.
Schutz vor Frost
Gartenschläuche, Pumpen und Bewässerungssysteme am besten vollständig entleeren und frostfrei lagern. Gleiches gilt für Regentonnen und empfindliche Wasserleitungen: Alles, was gefrieren kann, sollte vor dem ersten Frost geschützt sein.
Herbstputz
Möbel aus Holz oder Metall werden am besten mit lauwarmem Wasser und milden Reinigern abgewischt. Polster und Auflagen ausschütteln und Flecken entfernen. Anschließend immer gut trocknen lassen, damit kein Schimmel entsteht. Bei Gartenscheren, Spaten, Schaufeln und anderen Handgeräten zunächst Erde und Pflanzenreste entfernen. Danach mit Wasser und einer Bürste reinigen, gründlich trocknen und die bewegliche Teile bei Bedarf mit einem geeigneten Pflegeöl behandeln.
Was muss rein, was darf draußen bleiben?
Darf die bequeme Liege für ein winterliches Sonnenbad auf der Terrasse bleiben oder muss sie ihr Dasein in den nächsten Monaten im Schuppen fristen? Und wie sieht es mit dem Gartentisch und den Stühlen aus? Die Antwort hängt vor allem vom Material ab.

Wetterfest: Gaia Outdoor von KFF (Foto: Anja Tischler)
Möbel aus Aluminium, Edelstahl oder hochwertigem, wetterfestem Kunststoff sind meist recht unempfindlich und können auch während der kalten Jahreszeit im Freien bleiben. Eine passende Abdeckung hält Regen, Schnee und Schmutz fern. Wichtig ist dabei, dass das Material atmungsaktiv ist, damit sich darunter keine Feuchtigkeit staut. Außerdem sollte die Hüllen ausschließlich auf vollständig trockene Möbel aufgelegt und an sonnigen Tagen regelmäßig entfernt werden. So können eventuell entstandene Feuchtigkeit und Kondenswasser vollständig abtrocknen, bevor die Möbel wieder abgedeckt werden.

Passgenaue Abdeckhauben (hier von Garpa) schützen Möbel vor Schmutz und Nässe
Bei Holzmöbeln lohnt sich etwas mehr Vorsicht. Sie dürfen draußen bleiben, sollten aber möglichst nicht dauerhaft auf einem feuchten Untergrund stehen. Ideal ist ein überdachter, gut geschützter Platz, an dem die Möbel vor Nässe und direkter Witterung bewahrt werden. Unbedingt rechtzeitig nach drinnen gehören Polster und Auflagen, ebenso wie Sonnenschirme.

Die Outdoor-Möbel von Fast bestehen aus hochwertigem Aluminium, das nicht rostet. So können die Stücke auch im Winter draußen bleiben. Vorsicht ist nur bei Polstern geboten
Sie sammeln schon Ideen für die nächste Gartensaison? Hier gibt es Inspiration zur →Gartengestaltung oder den schönsten →Gartenleuchten.










