Die Frage ist ja: Geht das gut? In Monzambano, ganz in der Nähe des Gardasees, sanierte Lit Studio ein Gästehaus mit zwei Appartements. Eingebettet in Olivenhaine trifft hier rustikale Landhaus-Architektur auf schlichte, moderne Formen und viel Farbe. Hört sich interessant an? Dann haben wir eine gute Nachricht: „Casa Martilenkos“ kann man mieten. Hier zeigen wir die schönsten Ein- und Ausblicke und erklären, wie das gewagte Konzept gelingt.

Felder, soweit das Auge reicht, das Rauschen der Olivenbäume im Wind, ein weitläufiger Garten – und mittendrin: eine bunte Oase, gestaltet vom libanesisch-italienischen Designer-Duo Lit Studio. Dieses sanierte 2024 das ursprüngliche Gästehaus und unterteilte es in zwei unabhängige Wohnungen. Das Projekt verbindet den rustikalen Charakter des Gebäudes mit einem außergewöhnlichen Stil, der verschiedene ethnische Einflüsse vereint. Sichtbar wird das in allen Bereichen des Ferienhauses, von den Oberflächen über die Einrichtung bis hin zu den dekorativen Details.

Ferienhaus in Italien: Farbe als roter Faden
In der „Casa Martilenkos“ gleicht kein Raum dem anderen und dennoch lässt sich auf den ersten Blick eine durchgehende Design-Handschrift erkennen, bei der starke Farben im Fokus stehen. Im Erdgeschoss interagieren salbeigrüne Töne mit ziegelroten Nuancen. In der oberen Suite wird Grün mit Gelb kombiniert, um eine helle und einladende Umgebung zu schaffen. Rot findet man gleich an mehreren Wänden, ebenso wie an der maßgefertigten Arbeitsplatte mit integrierter Spüle in der unteren Küche.
Besonderes Augenmerk wurde hier auf die Badezimmer gelegt, die als skulpturale Elemente konzipiert wurden. Das erste besticht mit Blau- und Rottönen, das zweite ist geprägt von einem tiefen Dunkelblau, kombiniert mit glänzenden Fliesen in Metallic-Optik.


Dabei ist kein Detail dem Zufall überlassen. Alles ist inspiriert von den jahrelangen Erfahrungen und auch von den verschiedenen Herkunftsländern von Rudy Faissal und Riccardo Boccia, was auch bei der Materialauswahl erkennbar ist.
Italien trifft Orient
Der Einsatz von Kalkputz, Cocciopesto, strukturierten Oberflächen, abgerundeten Kanten und Oberflächen in warmen Farben erinnert an Marrakesch. Dazu passend wurden im Erdgeschoss glasierte Zellige Fliesen – verwurzelt in marokkanischen und hispano-maurischen Traditionen – in warmen Tönen verwendet. Im Obergeschoss findet man denselben Fliesentyp, jedoch neu interpretiert in unterschiedlichen Formaten und in lebhafteren Farben.

„Mit der Materialität beschäftigen wir uns gerne und experimentieren damit, doch sie ergibt sich auch als natürliche Konsequenz einer umfassenderen Reflexion über die Gestaltung von Raum und Atmosphäre“, erklärt das Designer-Duo.
Bereit zum Einchecken? Buchen kann man seinen Aufenthalt im „Casa Martilenkos“ über www.martilenkos.com
Fotos: Francesco Dolfo
Styling: Giulia Tagliatela
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