Gutes Karma – Reisereportage Bali

Auf Bali herr­schen die Göt­ter. Obers­tes Gebot: Alles in Ein­klang brin­gen. Eine spi­ri­tu­el­le Ent­de­ckungs­rei­se im Paradies.

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Rundreise Bali: Ankunft in der Jimbaran Bay

Unmit­tel­bar nach der Ankunft beginnt das Ent­schleu­ni­gungs­pro­gramm. „Atmen, atmen. Augen schlie­ßen, atmen“, weist mich der Hin­du-Pries­ter an und fal­tet mir die Hän­de. Ich höre mein Blut rau­schen, dann sei­nen Sprech­ge­sang. Weih­was­ser ver­dünnt die Schweiß­per­len auf mei­ner Stirn, Reis­kör­ner wer­den auf­ge­klebt. Ich den­ke an Eliza­beth Gil­bert. Aus ihrem Roman „Eat Pray Love“ weiß ich: Für Sinn­su­chen­de ist Bali ein Muss. Fern­weh­wirk­sam beschreibt sie die Mythen der indo­ne­si­schen Insel – zur Ein­stim­mung bes­ser geeig­net als jeder Rei­se­füh­rer. Schon das spi­ri­tu­el­le Check-in im Four Sea­sons an der Jim­ba­ran Bay über­trifft mei­ne Erwartung.

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Wohnen im Four Seasons Resort Bali

Nach der Zere­mo­nie, die jeder Neu­an­kömm­ling durch­läuft, führt man mich aus dem haus­ei­ge­nen Tem­pel. Die nächs­te See­len­be­hand­lung folgt auf dem Fuße. Mei­ne Unter­kunft begrüßt mich mit pal­men­ge­säum­ter Ter­ras­se und Infi­ni­ty-Pool mit Meer­blick. Abge­schirmt von einer Mau­er, die tra­di­tio­nell die Dämo­nen der Insel abwehrt, ist hier abso­lu­te Pri­vat­heit gebo­ten. Nicht nur in ihrer Bau­wei­se, son­dern auch ihrer Anord­nung imi­tie­ren die ins­ge­samt 147 Vil­len des Resorts ein bali­ne­si­sches Dorf. Drin­nen stel­len geschnitz­te Holz­ar­bei­ten und bun­te Ikats aus den umlie­gen­den Hand­werks­be­trie­ben sicher, dass der Plan aufgeht.

Ich hän­ge die Füße ins Was­ser und den­ke: Medi­tie­ren geht hier von ganz allein. Nur weil ein Spa-Besuch auf dem Pro­gramm steht, ver­las­se ich mein Klein­od. Die rei­zen­de Komang will mich mit Salz­pee­ling, Algen­pa­ckung und bali­ne­si­scher Mas­sa­ge zum neu­en Men­schen machen. Als ich zwei Stun­den spä­ter im Fran­gi­pa­ni-Bad sit­ze und schar­fen Kur­ku­ma-Tee schlür­fe, spre­che ich ihr Zau­ber­kräf­te zu. Ich will mehr!

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Ubud, spirituelles Zentrum der Insel

Du bist gestresst mein Kind, du musst nach Ubud“, lau­tet die Anwei­sung erfah­re­ner Bali-Rei­sen­der. Der Ort ist geo­gra­fi­sches wie spi­ri­tu­el­les Zen­trum der Insel. Außer­dem befin­det sich hier ein Hotel, dem nach­ge­sagt wird, es sei das bes­te der Welt: das Four Sea­sons in Say­an, was über­setzt so viel heißt wie Spa. Das rührt nicht daher, dass Welt­klas­se-Well­ness­ho­tels den Ayung-Fluss säu­men wie Kokos­nüs­se die Palm­wip­fel, son­dern an der beson­de­ren Frucht­bar­keit des Gebiets. Unzäh­li­ge Was­ser­läu­fe spei­sen die saf­tig-grü­nen Reis­terras­sen und sor­gen für eine Luft­feuch­tig­keit, die unser­eins nur aus dem Tro­pen­haus im bota­ni­schen Gar­ten kennt.

Nach zwei­stün­di­ger Fahrt mit sur­ren­der Kli­ma­an­la­ge befin­de ich mich über­wäl­tigt inmit­ten eines See­ro­sen­tei­ches auf dem Dach des Luxus­ho­tels. Eine Wen­del­trep­pe führt hin­ab ins Para­dies. „Über einen Löf­fel mit­ten hin­ein in die Reis­schüs­sel“, beschreibt der bri­ti­sche Archi­tekt John Heah die Ankunft. Vor 20 Jah­ren ent­warf er das Hotel und nahm in allen Details Bezug auf die Umge­bung. Die Ebe­nen des Haupt­hau­ses öff­nen sich rund­um zum Dschun­gel, diniert wird auf Augen­hö­he mit präch­ti­gen Palmkronen.

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Das beste Hotel der Welt

Unten hegen und pfle­gen Reis­bau­ern sto­isch ihre Plan­ta­gen. Wer möch­te, kann ihnen dabei behilf­lich sein oder dem Chef­koch bei der Zube­rei­tung des bali­ne­si­schen Grund­nah­rungs­mit­tels zuse­hen. Ver­schlun­ge­ne Wege füh­ren am hei­li­gen Fluss ent­lang in die ver­bor­ge­nen Win­kel des sie­ben Hekt­ar gro­ßen Resorts. Unter den Lia­nen des hei­li­gen Banyan-Baums wird ein Schrein mit Opfer­ga­ben geschmückt, in Spa-Hüt­ten aus Bam­bus die Cha­k­ren west­li­cher Tou­ris­ten geheilt und in sei­de­nen Hän­ge­mat­ten nach inne­rer Ruhe gesucht.

Hin­ter jeder Kur­ve offen­bart sich die Schön­heit der Natur aufs Neue. Ins­ge­samt 42 Vil­len sind groß­zü­gig ver­teilt. Wie auch im Haupt­haus führt der Weg hin­ein über einen See­ro­sen­teich. Im Innern gibt eine aus­la­den­de Holz­ter­ras­se den Blick auf Reis­fel­der und Dschun­gel frei. Turnt da ein Äff­chen? Die Gren­zen zwi­schen drin­nen und drau­ßen sind flie­ßend – Wohn­raum und Bade­zim­mer las­sen sich mit Schie­be­tü­ren voll­stän­dig öff­nen. Wer sich wie ein Aben­teu­rer füh­len will, schließt nachts nur die schüt­zen­den Vor­hän­ge des Himmelbetts.

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Sinnfindung im Paradies

Bei Son­nen­auf­gang wecken die Lau­te der Dschun­gel­be­woh­ner. Dann: Yoga, Well­ness oder Raf­ting auf dem Resort-Fluss. Abends: tra­di­tio­nel­ler Barong-Tanz. Das Ange­bot im Resort ist so groß, dass man fast ver­gisst, welch außer­ge­wöhn­li­cher Kul­tur­schatz sich unweit verbirgt.

Wir bre­chen auf zum Hin­du-Tem­pel Pura Tir­ta Empul. Im dich­ten Dschun­gel liegt der aus­la­den­de Bade­be­reich, in den stei­ner­ne Gott­hei­ten reih­um hei­li­ges Was­ser spei­en. Lan­ge Schlan­gen bil­den sich vor den Quel­len wie zu Hau­se sams­tags an den Super­markt­kas­sen. Ein Bade­gast hält Shi­wa einen gro­ßen Plas­tik­ka­nis­ter an den Mund. „Für daheim“, erklärt Gui­de Wahyu und erbit­tet bei den Göt­tern Ein­lass ins Becken. In einen bun­ten Sarong gewi­ckelt fol­ge ich ihm ins küh­le Nass und ler­ne, wie die Hin­dus zu beten. Man muss gar nicht son­der­lich spi­ri­tu­ell sein, um dar­in ein Wun­der zu erkennen.

 

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Infos für die Reise

Four Sea­sons Resorts Jim­ba­ran Bay und Say­an: www.fourseasons.com/bali
Tou­ris­mus-Infor­ma­ti­on: www.balitourismboard.org
Flug­ver­bin­dun­gen von Mün­chen und Frank­furt ab 629 Euro: www.thaiairways.de

 

Die Rei­se­re­por­ta­ge erschien erst­mals in DECO HOME 1/2019. Wei­te­re Ide­en für Ihre nächs­te Rei­se fin­den Sie in unse­rer Rubrik Unter­wegs.

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