Wir erklären das Konzept hinter diesem stylishen Apartment in Kiew und warum Interiordesignerin Aleksandrina Lukach das längst abgeschlossen geglaubte Projekt doch noch retten musste.

Das Projekt

Ein 100 Quadratmeter großes Apartment in der ukrainischen Hauptstadt als temporäres Zuhause vorerst für die älteste von drei Töchtern. Wie eine Art Sprungbrett in die Selbstständigkeit, das von allen Schwestern nacheinander genutzt werden kann. 

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Die Einrichterin

Die finale Ausstattung entsteht unter der Ägide von Aleksandrina Lukach. Die studierte Kunsthistorikerin und Interiordesignerin hatte zuvor schon ein Ferienhaus für die Familie eingerichtet und ist daher mit den Vorlieben und Gepflogenheiten vertraut. 

Die Geschichte

Aleksandrina Lukach muss die Gestaltung des Apartments allerdings zunächst ablehnen, weil die Geburt ihres Kindes unmittelbar bevorsteht. Man verbleibt im Einvernehmen, dass sie – sollte ihre Expertise zu einem späteren Zeitpunkt noch nötig sein – wieder ins Projekt einsteigt. Die Planung übernimmt das Architekturbüro Svoya Studio. Doch nicht viel später entscheidet die junge Bewohnerin, die Umsetzung in Eigenregie zu Ende zu führen. Anderthalb Jahre nach Beginn der Arbeiten kommt sie reumütig auf Aleksandrina zurück, damit sie die Wohnung fertigstellt. 

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Die Situation

An diesem Punkt ist die Aufteilung der Räume final vollzogen. Ein gut durchdachtes offenes Konzept mit einem großen Wohnbereich, das mit und auf die Bedürfnisse der Hausherrin abgestimmt ist. Der Einbau der Küche hat bereits begonnen, in den Bädern sind die Fliesen verlegt und auch einige Möbelstücke schon vorhanden. Allerdings wurde der größte Teil des Budgets bereits ausgegeben und auch das Zeitfenster ist begrenzt, weil die Bewohnerin endlich einziehen will. 

Der Plan

Nach einem ersten Treffen kommen die beiden überein, die Entwürfe, die bisher umgesetzt worden sind, beizubehalten und alle weiteren Maßnahmen darauf abzustimmen. Den Räumen fehlt es nach beider Empfinden an Lebendigkeit, alle Wände und Decken sind weiß. Mit Tapeten, Farben, Teppichen, Kunst und dem richtigen Licht will die Einrichterin diesem Zustand entgegenwirken. Als verbindendes Thema, das die Räume zusammenhält, wählen sie „Garten Eden“. 

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Die Farbwahl

Den Wohnbereich orientiert Aleksandrina Lukach an der Kücheninsel, deren Front in Petrol gehalten ist. Eine Tapete mit großformatigem Blütenmotiv von Wall & decò greift das paradiesische Motto auf. Für den gegenüber-liegenden Ess- und Couchbereich wählt sie passende Stoffe und Möbelbezüge in dezenten Beerentönen. Den Übergang zum Schlaf- und Badezimmer kaschiert eine Schiebetür, die unsichtbar hinter einem maßgefertigten Regalschrank verschwindet. Hier wiederholt sich die Petrolnuance, wird aber in Abstimmung auf die schwarz-weißen Fliesen im Bad mit Orange kombiniert. 

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Das besondere Etwas

Eine überdimensionale Wanduhr von Dôme Deco, ähnlich einer Bahnhofsuhr, sowie Möbel und Leuchten in Form von exotischen Tieren setzen dem modern-klassischen Ambiente ein bizarres Statement entgegen, das dem Thema wie dem Alter der Bewohnerin entspricht. 

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www.intemporary.com

Dieses Projekt wurde erstmals in DECO HOME Ausgabe 5/20 veröffentlicht.