Porträt: Textilpoesie von Hanna-Kaisa Korolainen

Mit handgetufteten Teppichen und Keramik setzt Hanna-Kaisa Korolainen ein Zeichen für Langlebigkeit im Design.

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„Schon immer habe ich Dinge berührt, um zu spüren, wie sie sich anfühlen“

Hanna-Kaisa Korolainen lächelt verständnisvoll über sich selbst. „Heute sehe ich einem Stoff an, wie er sich anfühlt und ob ihm ein langes und glückliches Leben beschieden ist.“ Die Schnelllebigkeit in der Textilindustrie beobachtet sie argwöhnisch, ist sie doch überzeugt, dass mit der Wertschätzung eines Gegenstandes auch die Wertschätzung von uns selbst zum Ausdruck kommt.

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Zum Textildesign fand die junge Finnin erst über Umwege: Von der Fotografie zum Mode-design führte ihr Weg sie über Belgien, Frankreich und China zurück in die Heimat zum finnischen Kultlabel Marimekko, für das sie seit 2011 Stoffe entwirft. Gegenwärtig lehrt und promoviert sie an der Kunsthochschule in Helsinki und kreiert handgetuftete Teppiche sowie Keramik. Meist ist es der Blick zurück in die Geschichte, der ihre Ideen Gestalt annehmen lässt. So zeigte sie in ihrer Installation „House of Love“ auf der Helsinki Design Week im September von den Seerosenbildern Claude Monets inspirierte flauschig-weiche Mohairteppiche. Sehr poetisch!

Info: www.hannakaisakorolainen.com
Dieses Porträt erschien erstmals in DECO HOME 5/2019

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