Ruhezone Schlafzimmer: Interview mit Experte Frank Würthner

Das Schlaf­zim­mer gehört zu den intims­ten Räu­men des Hau­ses. Frank Würth­ner von Würth­ner Woh­nen in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen gibt Tipps, wie man den Raum ent­spre­chend einrichtet. 

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Ver­wöhn­pro­gramm: Hand­schuh­wei­ches Leder trifft in Kol­lek­ti­on „Memo­ries“ von Luiz auf super­sof­te Kaschmirwolle

Herr Würthner, ist das Schlafzimmer immer noch ein Raum, den man niemandem zeigt?

Ja, Wohn­zim­mer, Ess­zim­mer und Küche sind öffent­lich, der Schlaf­be­reich ist ein pri­va­ter Rück­zugs­ort. Bei neue­ren Grund­ris­sen fällt auf, dass in der Pla­nung an das Schlaf­zim­mer meist eine Anklei­de und dahin­ter ein Bad anschlie­ßen, die nur vom Schlaf­zim­mer aus betre­ten wer­den kön­nen. Die Türe zum Schlaf­zim­mer stellt damit die Bar­rie­re zum pri­va­ten Bereich dar.

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Der Stoff­be­zug ver­leiht den kla­ren For­men einen wohn­li­chen Appeal: taschen­fe­der­kern­ge­pols­ter­tes Bett Car­pi von Con­tur mit moder­nem Betthaupt

Wird das Schlafzimmer ausschließlich zum Schlafen verwendet?

In ers­ter Linie ja, doch es ist auch per­sön­li­che Ruhe­welt und Rück­zugs­ort. Je nach Platz dient es zum Lesen, Schrei­ben, Sit­zen und Wohl­füh­len. Ent­spre­chend fin­den Sie hier zum Bei­spiel einen klei­nen Schreib­tisch für das Lap­top, ein Ses­sel­chen oder eine Liege.

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Ein­la­dend und wohn­lich wirkt ein Bett mit gepols­ter­tem Haupt (Nep­tu­ne)

Wie sieht das Bett heute aus, üppig oder eher minimalistisch?

Es gibt natür­lich alles. Das Schlaf­zim­mer ist aller­dings ein Raum in dem ger­ne vie­le Tex­ti­li­en ein­ge­setzt wer­den – als Bett­wä­sche, in Form von Plaids oder Zier­kis­sen auf dem Bett. Gefragt sind vor allem Stof­fe aber auch viel Holz, gera­de alte Höl­zer. Küh­le Mate­ria­li­en wie Leder gehen in der Nach­fra­ge zurück.

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Kuschel­of­fen­si­ve: Mit Kis­sen und Plaids wird das Bett zum sty­li­schen Hot­spot (Schramm)

Sind Boxspringbetten noch gefragt?

Box­spring hat sich defi­ni­tiv durch­ge­setzt. Eben­so wie der etwas klei­ne­re Trend des metall­frei­en Schla­fens, das sehr viel Wert auf Natur­ma­te­ria­li­en legt und kein Strom flie­ßen darf. Bei bei­den spie­len Optik und Kom­fort eine gro­ße Rolle.

Wie finde ich das richtige Bett?

Das rich­ti­ge Bett muss mir in ers­ter Linie gefal­len. Für die rich­ti­ge Matrat­ze bedarf es guter Bera­tung und einer genau­en Ana­ly­se der Bedürfnisse.

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Wand­ge­stal­tung mit Glas­mo­sa­ik „Sun­flower Sim­pho­ny“ von Mosai­co+

Wir haben bei­spiels­wei­se eine Koope­ra­ti­on mit einem Hotel. Wer dort ein­checkt, kann die Matrat­zen von Schramm Werk­stät­ten pro­be­lie­gen. Beim Kauf schrei­ben wir Ihnen die Über­nach­tung gut. Schließ­lich ist es ein ande­res Lie­ge­ge­fühl, ob man in unse­ren Ver­kaufs­räu­men auf einem Bett liegt oder sich in einer rich­ti­gen Schlaf­si­tua­ti­on befindet.

Der Kör­per braucht Zeit, um sich an eine neue Matrat­ze zu gewöh­nen. Das kann schon zwei, vier oder auch mal sechs Wochen dau­ern. Soll­te auch nach die­ser Zeit eine Matrat­ze mal gar nicht pas­sen tau­schen wir auch den Kern aus, um den Schlaf­kom­fort zu verbessern.

Wie sieht es mit der Beleuchtung aus?

Indi­rek­tes Licht ist im Schlaf­zim­mer immer die bes­te Wahl. Es soll­te dimm­bar sein und so natür­lich und warm wie mög­lich. Das schafft Stimmung.

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Vor­hang zu und die Welt bleibt drau­ßen. Bett­wä­sche von Chris­ti­an Fischbacher

Welche Fenster-Deko ist gefragt?

Das kommt dar­auf an, ob sie einen Sicht­schutz brau­chen, weil die Nach­barn rein­schau­en kön­nen oder nicht. Auch ob ein Roll­la­den vor­han­den ist oder eine Ver­dun­ke­lung gewünscht wird. Stim­mung aller­dings erzielt man nur über Stof­fe. Ich rate daher am Fens­ter eher zu Schals als zu Flächenvorhängen.

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Messen wir dem Schlaf heute mehr Bedeutung zu? Vielleicht auch weil wir immer schlechter schlafen? Wenn ja woran liegt das und was kann man dagegen tun?

Die Fra­ge: Wie bet­te ich mich?, ist wich­ti­ger gewor­den. Doch neben Kom­fort geht es auch dar­um, Ruhe in den Schlaf­raum zu brin­gen. Die Devi­se Han­dy weg aus dem Schlaf­zim­mer sagt schon alles. Hier soll man sich aufs Wesent­li­che kon­zen­trie­ren und run­ter­kom­men von der Hek­tik und Über­frach­tung durch unse­re moder­nen Medien.

www.wuerthner.de

Tipps für noch mehr Gemüt­lich­keit im Schlaf­zim­mer gibt es auch hier .

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