Nachgefragt: Wie stylt man Stoffe in Sandfarben?

In der DECO HOME Som­mer­aus­ga­be haben wir die schöns­ten Stof­fe in Sand­tö­nen insze­niert. Wie man das Spek­trum der sub­ti­len Nuan­cen von Hell­braun über Beige bis Off-White im Inte­ri­eur ein­setzt, ver­rät Innen­ein­rich­ter Patrick Treutlein.

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Son­nen­schirm aus Spit­ze „Cra­mé“ (Chris­ti­an Fisch­ba­cher), Sand aus Tre­vi­ra CS „Carriere“(Lelièvre)
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Hand­tuch aus Velours „Maro­que Mete­or“ (Black Edi­ti­on), Hin­ter­grund aus Vis­ko­se-Mix „Marae“ (Vil­la Nova)
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Hut „Sacha“ (Fio­na Ben­nett), Neck­hol­der-Top aus Deko­stoff „Cris­tal“ (JAB Anstoe­tz), im Hin­ter­grund: Baum­wol­le „Fos­sil“ (Domi­ni­que Kieffer)

Herr Treutlein, was assoziieren Sie mit Sandfarben?

Wär­me, Har­mo­nie und eine Seelenbalance.

Wie setzt man sie ein, ohne langweilig zu wirken?

Ein gutes Mit­tel ist die Kom­bi­na­ti­on mit Kon­trast­tö­nen, die sich aber im Farb­klang auf glei­cher Höhe bewe­gen. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Schilf, Aqua, Och­sen­blut oder Petroleum.

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Ein­rich­ter Patrick Treutlein

Welcher Style und welche Materialien passen dazu?

Sand­far­ben pas­sen sowohl zum urba­nen, städ­tisch aus­ge­rich­te­ten Stil, der in sei­ner Redu­zie­rung bis in die Loft-Rich­tung gehen kann, aber auch zum Coun­try-Style. Bei den Mate­ria­li­en soll­te man auf eine deut­lich erkenn­ba­re Struk­tur ach­ten. Lei­nen oder Wild­sei­de eig­net sich gut, aber auch Federn an Kis­sen oder Polstermöbeln.

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Bade­mat­te aus Baum­woll­mi­schung „Guro “ (Domi­ni­que Kief­fer), Boden aus Mate­ri­al­mix „Elec­tra“ (Chris­ti­an Fischbacher)
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Son­nen­stuhl bezo­gen mit „Ikat“ (Chris­ti­an Fisch­ba­cher), Hin­ter­grund aus Möbel­be­zugs­stoff „Tro­no“ (Chiv­as­so), Boden aus Vis­ko­se­mix „Arbus“ (Dedar)
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Haar­band aus Sei­de „Amrum Oro“ (Rubel­li), Fächer aus Misch­ge­we­be „Calan­ques“ (Lelièv­re), im Hin­ter­grund: Mate­ri­al­mix „Tro­no“ (Chiv­as­so)

Was passt nicht dazu?

Ich glau­be ein zu star­ker Bruch in zu „quiet­schi­gen“ Far­ben stellt eine Dis­har­mo­nie dar.

Wie kann ich Sandfarben schnell und unkompliziert in ein bereits bestehendes Ensemble integrieren?

Eine schnel­le und kos­ten­güns­ti­ge Mög­lich­keit ist das Umstrei­chen von Wän­den und Decken­flä­chen in glei­cher Tönung. Auf­wen­di­ger wird es, wenn man auch noch die Stof­fe der Deko­ra­tio­nen mit Pols­ter­mö­beln abstimmt.

Wo und wie verwenden Sie selbst Stoffe in Sandtönen?

Sand­tö­ne stel­len immer wie­der ein pro­ba­tes Mit­tel dar, unsi­che­re Kun­den in einer Har­mo­nie zu bin­den. Her­vor­ste­chen­de Her­stel­ler sind für mich zum Bei­spiel Flex­form, ins­be­son­de­re die „Moon“-Serie und im Stoff­seg­ment die Fir­men Zink und Romo.

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Lei­nen-Slip­per von Cas­ta­ner, Boden aus Mate­ri­al­mix „Moods“ (Kobe), Hin­ter­grund „Cas­ca­de“ (Créa­ti­on Bau­mann). Im Spie­gel: Blaue Sei­de „Mar­la“ (Jim Thomp­son), wei­ßer Poly­es­ter „Clas­sic Tao“ (Chris­ti­an Fischbach).

Patrick Treut­lein aus Meer­busch beherrscht die Kunst des Woh­nens in allen ihren Facet­ten. Mit sei­nem Team aus rund 40 Mit­ar­bei­tern betreut Patrick Treut­lein Inte­ri­or heu­te Kun­den welt­weit. Sei­nen Stil beschreibt der Glo­bal Play­er als urban, klas­sisch und modern.

Fotos: SE7ENTYN9NEPro­duk­ti­on: Fre­de­rick Winkler

Die­ser Arti­kel erschien erst­mals in DECO HOME 3/18

 

 

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