Die Ferienvilla I Lentischi von The Thinking Traveller liegt abgelegen in einem lang unterschätzten Teil von Italiens größter Insel. Wer hier oben einzieht, kommt wie von selbst runter.
Pinkfarbener Oleander treibt in dicken Büschen auf die Straße, das Meer fährt linker Hand mit. Wir sind auf dem Weg zum südöstlichen Ende Siziliens, einem Landstrich, der lange von den reisewilligen Massen aus Europa und der Welt vernachlässigt wurde. Als seine barocken Stätdchen noch zu zerfallen drohten, beschloss der Mailänder Designer Carlo Pintacuda in den Hügeln um Noto einen Rückzugsort zu schaffen, der diesen Namen auch verdient hat.

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Designer Carlo Pintacuda (Foto: Michael Paul)

Das beginnt mit der Tatsache, dass selbst Navis ihn nicht finden. Wer nach I Lentischi gelangen will, fährt von der Straße auf einen Weg ab, der nicht den Anschein erweckt, als sei er für motorisierte Fahrzeuge angelegt worden. Die Schlaglöcher im Staub werden immer tiefer, dekorative Zitronenbäumchen am Straßenrand wecken dennoch Hoffnung, richtig zu sein.
Und siehe da: Nach einer letzten steilen Asphaltauffahrt liegt das einstöckige Gebäude vor uns, das Pintacuda den traditionellen Bauernhäusern Siziliens nachempfinden ließ. Gar nicht glamourös, auch nicht modernistisch und damit perfekt für diesen Ort.

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Haushälterin Tina hat schon eingekauft. Alles, was macht braucht, dazu Pistazienpesto, frischen Ricotta, eine Menge Kekse. Also auch alles, was man nicht braucht – lange, entspannte Tage in der Abgeschiedenheit aber genussvoller gestaltet.
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Der Einkaufsservice ist ein kleiner, feiner Luxus, der beim Villenanbieter The Thinking Traveller zugebucht werden kann. Damit man ankommt, ohne gleich wieder wegfahren zu müssen. Wer nämlich einmal auf die Veranda getreten ist und den Blick über die bewachsenen Hügel bis zum Meer sinken ließ, wird I Lentischi nicht so schnell verlassen wollen. Die Weite legt eine Ruhe über alles. Carlo Pintacuda hat ihr mit der Gestaltung seines Ferien-Kleinods ein Denkmal gesetzt.

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Foto: Christina Pearce

Das unaufdringlich dominierende Element im Innern ist der Pietra Pece Steinboden: Er stammt aus einer alten Villa im nicht fern gelegenen Ragusa. Seine glänzende Oberfläche fangen weißer Leinen und Holzelemente weich auf. Von der Chaiselongue in Terrakotta-Orange, die den Küchen- vom Wohnbereich trennt, mal abgesehen, sind Farben zurückhaltend gewählt.

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Foto: Michael Paul

Die ungewöhnliche Note kommt über moderne Formen, Majolika-Keramiken, die jedes sizilianische Interieur erst komplett machen, sowie eiserne Kunstobjekte – im normalen Leben eher etwas für Liebhaber. Hier integrieren sie sich eigentümlich wunderbar ins Gesamtkonzept.
Persönliches Lieblingsstück ihres Kurators: Leuchte „Flora“ mit eisernen Blätterranken über dem Esstisch. Sie stammt von Altmeister Michele de Lucchi, für den Pintacuda 20 Jahre lang in Mailand arbeitete. Kein Zufall also, dass sich in I Lentischi alles mit einer Unbeschwertheit fügt, die sich sofort auf den entschleunigungswilligen Urlauber überträgt.

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Fotos: Michael Paul
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Eine weitere Besonderheit des Anwesens sind seine vielen Essplätze. Neben dem Veranda-Tisch mit Blick über die Hügel steht vor dem Haus eine große runde Tafel samt stattlichem Gasgrill, auf dem sich frische Gambas und Seeteufel ganz hervorragend zubereiten lassen.
Wem auch das noch zu viel der Anstrengung ist, kann sich von Tina beweisen lassen, warum das sizialinische Essen weltweit gefeiert wird. Es ist wie dieses Haus, wie diese Insel. Bodenständig, leicht, mit Einflüssen, die sich nicht eindeutig orten lassen. Aber einer Schönheit, die sich ins Gedächtnis brennt.

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Foto: Christina Pearce

I Lentischi über The Thinking Traveller, bis zu sieben Personen, ab 3440 Euro/Woche inklusive 24/7 Concierge Service, Infopackage und Willkommenskorb.
Der Mietwagen wurde bequem und zuverlässig über Auto Europe gebucht.