Homestory: Hereinspaziert in Christina Juarez Muster-Reich!

In ihrem New Yor­ker Apart­ment ver­eint PR-Exper­tin Chris­ti­na Jua­rez all ihre geschmack­li­chen Vor­lie­ben zu einem maxi­mal eklek­ti­schen Mix.

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Liebt den ulti­ma­ti­ven Mus­ter­clash: Chris­ti­na Jua­rez in ihrem Schlafzimmer.

Chris­ti­na Jua­rez’ Look ist der Inbe­griff jenes auf­re­gen­den New-York-Gla­mours, der durch die Kult­se­rie „Sex and the City“ welt­be­kannt wur­de. Immer top gestylt und in illus­trer Gesell­schaft trifft man sie auf Man­hat­tans ange­sag­ten Cock­tail­par­tys – schon von Berufs wegen. Als Inha­be­rin einer PR-Agen­tur berät sie bekann­te Inte­ri­or-und Life­style-Brands, bewegt sich seit Jah­ren in der Design­sze­ne des Big Apple und saugt die künst­le­risch-krea­ti­ven Vibes begie­rig auf.

Den Schau­platz für ihr gewach­se­nes Stil­ge­fühl hat Chris­ti­na längst vom Klei­der­schrank auf die kom­plet­te Woh­nung aus­ge­wei­tet – ein Apart­ment in der High­li­ne von West Chel­sea. „Es ist mei­ne Welt mit allem, was ich lie­be: Far­ben, Mus­ter, Kunst und ein biss­chen Exzen­trik“, bringt sie es auf den Punkt. Vor drei Jah­ren, nach­dem die Toch­ter flüg­ge gewor­den war, zog Chris­ti­na mit ihrem Ehe­mann, Anwalt Nathan Ploe­ner, von der Upper East Side hierher.

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Por­zel­l­an­pa­pa­gei­en und flo­ra­le Dru­cke als Wanddekoration.

Obwohl sie an der Quel­le saß und Archi­tek­ten, Desi­gner sowie Ein­rich­ter nicht nur als Kli­en­ten, son­dern auch zuhauf in ihrem Freun­des­kreis ver­sam­melt hat­te, über­nahm sie die Gestal­tung der 140 Qua­drat­me­ter selbst. „Dank mei­nes Berufs hat­te ich Zugang zu prak­tisch allem – und eine kla­re Vor­stel­lung davon, was ich woll­te und was nicht.“ Ihre ers­te Kli­en­tin, Inte­rior­desi­gne­rin Bun­ny Wil­liams, sei ihr die wich­tigs­te Leh­re­rin gewe­sen, erzählt Chris­ti­na: „Sie sag­te mir: Kauf, was du liebst, und es wird zusam­men­pas­sen.“ Floh­markt­fun­de, Vin­ta­ge-Schät­ze, Kunst oder Design­klas­si­ker – Chris­ti­nas Begeis­te­rungs­fä­hig­keit ist groß, beson­ders wenn es far­ben­froh und gemus­tert zugeht.

Oscar de la Renta hat mir beigebracht, Risiken einzugehen und Unerwartetes zu kombinieren“

 

Geprägt haben sie auch ihre ers­ten Berufs­jah­re in der Mode­bran­che: Vor dem Schritt in die Selbst­stän­dig­keit arbei­te­te sie für Oscar de la Ren­ta und Chris­ti­an Dior. „Oscar war ein Meis­ter der Farb­zu­sam­men­stel­lung. Er hat mir bei­ge­bracht, Risi­ken ein­zu­ge­hen und Uner­war­te­tes mit­ein­an­der zu kom­bi­nie­ren. John Gal­lia­no lehr­te mich das Glei­che: Über­schrei­te Gren­zen und mach dei­ne eige­nen Regeln!“, berich­tet sie.

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Die gol­den gerahm­ten Por­träts von Kim­ber­ly Brooks zäh­len zu Chris­ti­nas Lieblingsstücken.

Beherzt folg­te sie dem Rat der Mode­schöp­fer und kom­bi­niert heu­te nicht nur die über­gro­ßen Gold­ohr­rin­ge aus dem Second­hand­shop mit einem bestick­ten Sei­den­kaf­tan, son­dern auch ein in lila Samt geklei­de­tes Vin­ta­ge-Sofa zum gestreif­ten Bei­stell­tisch. Die bei­den gol­den gerahm­ten Por­träts von Künst­le­rin Kim­ber­ly Brooks dar­über haben Chris­ti­na und ihre Fami­lie vom Ess­tisch auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te des offe­nen Wohn­raums fest im Blick.

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Tex­til­prints, Vin­ta­ge-Schät­ze, Floh­markt­fun­de und Design­klas­si­ker: Hier passt zusam­men, was Chris­ti­na gefällt.

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 Wer am Ess­tisch von Knoll Platz nimmt, hat bes­te Aus­sicht auf Man­hat­tan und sieht sogar die Freiheitsstatue.

Ich miss­ach­te alle Regeln“, freut sie sich über ihren exzen­tri­schen Mix, der aus­nahms­los jeden Win­kel der Woh­nung beherrscht. Beson­ders Mus­ter haben es ihr ange­tan: Eine schwarz-wei­ße Tape­te setzt die Koch­in­sel in Sze­ne, davor weist ein pla­ka­ti­ver Zick­zack-Tep­pich den Weg zum Herz­stück des offe­nen Wohn­be­reichs – dem ova­len Ess­tisch von Eero Saa­ri­nen, um den sich bunt gepols­ter­te Vin­ta­ge-Stüh­le von Tho­net grup­pie­ren. Von hier sieht man hin­un­ter auf die Tenth Ave­nue und wei­ter bis zur Freiheitsstatue.

Die Stof­fe fand Chris­ti­na im Ate­lier der New Yor­ker Desi­gne­rin Made­li­ne Wein­rib, mit der sie ein befreun­de­ter Ein­rich­ter bekannt gemacht hat­te. „Ich lie­be Tex­ti­li­en, vor allem Ikats – wegen ihrer Mus­ter-und Far­ben­pracht!“, schwärmt sie.

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Ein Stoff­des­sin von Eliza­beth Hamil­ton über­zieht Wän­de, Möbel und Acces­soires im Home-Office …

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Ihren liebs­ten Raum, das Home-Office, ließ Chris­ti­na flä­chen­de­ckend mit einem maß­ge­fer­tig­ten Tex­tild­essin von Eliza­beth Hamil­ton bezie­hen. Der pais­ley­ähn­li­che oran­ge Mus­ter­stoff fin­det sich rings­um auf Pols­tern und Lam­pen­schir­men wie­der. Dazu deko­riert Chris­ti­na Mode­il­lus­tra­tio­nen und Kin­der-kunst ihrer Toch­ter. Die Fra­ge, ob es nicht schwie­rig sei, in die­sem Meer von Mus­tern und Far­ben zur Ruhe zu kom­men, ver­neint sie entschlossen.

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Ihr Mehr-ist-mehr-Man­tra inspi­rier­te sie auch zur Ein­rich­tung des Schlaf­zim­mers, einem laven­del­far­be­nen Mäd­chen­traum, den Ehe­mann Nathan selbst­be­wusst mit­trägt. „Er liebt mei­nen Style und ist sehr stolz auf unser Zuhau­se“, erzählt Christina.

Nur ein ein­zi­ges Mal leg­te er sein Veto ein: Mit einem gol­de­nen Sput­nik-Leuch­ter aus dem letz­ten Jahr­hun­dert woll­te er dann doch nicht leben. Chris­ti­na trös­tet sich mit der Licht­show, die ihnen das Empi­re Sta­te Buil­ding all­abend­lich beschert: Gera­de­zu mus­ter­gül­tig ver­wan­delt das dritt­höchs­te Gebäu­de der Stadt das Apart­ment mit bun­ten Strah­len in einen ganz beson­de­ren Ort.

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Die­ser Arti­kel erschien erst­mals in DECO HOME 4/2018. Fotos: Eric Piasecki © OTTO

 

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