Stuttgart ist meist nicht erste Wahl, wenn es um die Planung des nächsten Citytrips geht. Grober Fehler, finden wir! Hier kommt unsere Designreise durchs schöne Stuttgart – bitte folgen.
Nachdem wir die Schwabenmetropole und siebtgrößte Stadt Deutschlands erkundet haben, glauben wir: Stuttgart ist das perfekte Ziel für einen Citytrip in den moderaten Sonnenmonaten, Frühsommer oder Frühherbst – wenn die Menschen draußen sind, aber der Kessel nicht drückt. Das ist die beste Zeit auch die steileren Stücke dieser schönen Stadt entspannt entdecken zu können.

Schlossplatz (Foto: Mareike Böhmer)
Citytrip Stuttgart: Innenstadt-Highlights
Die Innenstadt zwischen Hauptbahnhof, Dorotheenquartier und Calwer Passage lässt sich bequem in ein bis zwei Tagen erforschen. Erst recht, wenn man es mit einem Kulturstopp in der hochkarätigen Staatsgalerie oder dem Kunstmuseum verbinden möchte. All diese Punkte liegen in bequemer Laufdistanz zueinander. Hier zeigen wir weitere Favoriten für eine Shopping- oder Coffee-Einkehr:
Urbane Randgebiete beim Citytrip Stuttgart
Obwohl sich auch nordwestlich der Innenstadt durchaus nette Ecken verstecken, haben wir uns bei der Tour auf den Osten und Südosten konzentriert. Achtung: Durchs nette Bohnenviertel oder die Tübinger Straße kann noch ebenerdig spaziert werden. Ab dem Marienplatz bis zum Weißenburgpark geht’s dann auch mal strammer bergauf. Aber der Blick von der Aussichtsplattform beim Teehaus im Weißenburgpark lohnt die Mühen allemal.
Stuttgart Hoteltipp
Es mag daran liegen, dass DECO HOME selbst in einem unabhängigen Münchner Familienverlag entsteht, aber wir haben auch bei Hotels ein klares Faible für familiengeführte Häuser – die es einfach nicht überall gibt. Das Emilu Hotel in der Nadlerstraße ist so ein besonderer Ort, wie wir ihn lieben. Neben der sehr zentralen Lage überzeugt auch das Design. Eine so lässig wie high-end eingerichtete Lobby setzt den Maßstab, den Zimmer-Gestaltung und Rooftop-Lounge mühelos mitgehen.
Von Lima nach Wien: unsere Restaurant-Tipps
Eine wirklich außergewöhnliche Erfahrung war ein Abend im ohnehin sehr netten, innenstadtnahen Bohnenviertel. Hier findet sich das High Fidelity, ein Konzept zwischen authentischer peruanischer Küche, Weinbar und Jazz Kissa – also ein Ort, wo aktiv Musik aufgelegt und gehört wird. Die Karte ist klein und sehr fein, das „authentisch“ kann dabei als objektiv betrachtet werden: Das Inhaber-Ehepaar besteht aus Bernd Kreis, seineszeichens Weinhändler und Hi-Fi Enthusiast, und Roxana Naranjo-Kreis, gebürtige Peruanerin und verantwortlich für den gemütlich-geschmackvollen Style des Restaurants. Wir finden: Der perfekte Spot für einen genussvollen Abend mit Seltenheitswert und exotischer Note.
Auch gut gefallen haben uns Ambiente und Küche im relativ neuen Restaurant Brunner am Calwer Straßeneck. Die Gastro-erfahrene Inhaberfamilie serviert schön interpretierte österreichische Küche zwischen Textiltapeten, alten Familienfotos und farbigen Fliesen-Elementen. Ganz fein!
Noch mehr Tipps sowie Insights von lokalen Designgrößen wie Haus Otto oder Studio Bovti lesen Sie in →DECO HOME 1/2026








