Buchtipp: Die Küche zum Leben

Die Küche hat sich in den letz­ten Jah­ren zum Dreh- und Angel­punkt des Hau­ses sowie zum voll­wer­ti­gen Wohn­raum ent­wi­ckelt. Das neue Stan­dard­werk „Die Küche zum Leben“ zeich­net nun ein Bild unse­res tech­ni­schen, wie sozia­len Wan­dels, gibt Exper­ten­tipps und Hil­fe­stel­lun­gen zur Planung. 

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Der offe­nen Küche gelingt durch die ele­gan­te Mate­ri­al­wahl der Brü­cken­schlag von der rei­nen Funk­ti­on zum Wohnraum

Die Küche als Dreh- und Angelpunkt des Hauses

Ohne Küche blie­be ein Haus eine Ansamm­lung von Zim­mern, und die wich­tigs­te Schnitt­stel­le für alle Bewoh­ner und vie­le Pro­zes­se wür­de feh­len,“ ist Prof. Kili­an Stauss vom Design­bü­ro stausspro­cess­form in Mün­chen über­zeugt. Mit Unter­stüt­zung des frän­ki­schen Küchen­her­stel­lers Schül­ler hat er nun mit „Die Küche zum Leben“ ein neu­es Stan­dard­werk vorgelegt.

Die Küche zum Leben

Die­ser Band wirft einen umfas­sen­den Blick auf die eins­ti­ge Domä­ne der Haus­frau und ver­an­schau­licht anhand der Ver­än­de­rung die­ses Rau­mes den sozia­len Para­dig­men­wech­sel, den unse­re Gesell­schaft in den letz­ten Jahr­zehn­ten voll­zo­gen hat.

Sie ist, so die The­se des Autors Aus­druck unse­rer All­tags­kul­tur. Neben einem his­to­ri­schen Exkurs über die Küche und ihren Wan­del im Lau­fe der Zeit lie­fert Prof. Stauss zahl­rei­che Exper­ten­mei­nun­gen und Sach­in­fos zu Mate­ria­li­en und Design und schlägt damit den Bogen zu Gegen­wart und Zukunft. So kom­men neben dem tief­grün­di­gen Desi­gn­ex­per­ten auch Food­trend­for­sche­rin Han­ni Rütz­ler, Andrej Kupetz als Geschäfts­füh­rer des Rat für Form­ge­bung, die Ster­ne-Köchin Léa Lins­ter, der Archi­tekt Vol­ker Hal­bach sowie Ralph Bru­der, Pro­fes­sor für Ergo­no­mie oder Schül­ler-Geschäfts­füh­rer Mar­kus Schül­ler zu Wort.

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Höl­zer­ne Türen geben im Hand­um­dre­hen jede Men­ge Stau­raum preis und ver­ber­gen die­sen geschickt nach geta­ner Arbeit

Von der Rauchküche zur modernen Systemküche

Span­nend ist die Geschich­te der Küche zu lesen, die bei­spiels­wei­se im Mit­tel­al­ter, als soge­nann­te Rau­kü­che eine Feu­er­stel­le in einem geschlos­se­nen und dadurch ent­spre­chen ver­qualm­ten Raum war, in dem man sich nur so lan­ge eben nötig auf­hielt, und ihre Ent­wick­lung bis heu­te, wo wir in der Küche nicht nur das Essen zube­rei­tet, son­dern einen „Ort für Expe­ri­men­te, Über­ra­schun­gen, Erfol­ge, Genüs­se“ geschaf­fen haben.

Als Aus­gangs­punkt moder­ner Sys­tem­kü­chen ist der „Frank­fur­ter Küche“ ein eige­nes Kapi­tel gewid­met. Gefolgt von prak­ti­schen Über­le­gun­gen und Infos zu Arbeits­hö­he, Mate­ria­li­en, Schub­la­den, Arbeits­tisch oder unse­ren Ess­ge­wohn­hei­ten gibt „Die Küche zum Leben“ Hil­fe­stel­lung die­sen Raum so indi­vi­du­ell wie unse­re jewei­li­gen Lebens­kon­zep­te zu gestal­ten. Fazit: Als Aus­druck unse­rer Selbst­be­stim­mung freu­en auch wir uns nach die­ser Lek­tü­re auf die Pla­nung unse­rer nächs­ten Küche.

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Kili­an Stauss: „Die Küche zum Leben – Per­spek­ti­ven für den Lebens­raum Küche“, 192 Sei­ten, 40 Euro, www.randomhouse.de

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