Geschenke verpacken: 5 nachhaltige Ideen

Wer andere beschenken will, bekommt heute meist schon beim Verpacken ein schlechtes Gewissen. Denn in Sekundenschnelle ist das Geschenkpapier aufgerissen und wandert geradewegs in den Müll. Viel zu schade, finden wir, und stellen fünf Ideen für eine nachhaltige Geschenkverpackung vor.

Schöne Bescherung

Gerade an Weihnachten, wenn jeder in der Familie gleich mehrere Geschenke bekommt, türmen sich nach der Bescherung Berge zerfetzten Papiers, Klebestreifen und Bänder um den Baum. Doch nicht nur die Optik der liebevollen Festdekoration leidet darunter. Für die Herstellung einer einzigen Rolle gewöhnlichen Geschenkpapiers braucht es eine Holzmenge, die rund 840 Streichhölzern entspricht, 8,4 Liter Wasser und Energie, die reichen würde, um eine Energiesparlampe 33 Stunden brennen zu lassen. Hier kommen fünf Ideen, die weniger Müll produzieren und oftmals sogar noch einen Zusatznutzen generieren.

1. In Keksdosen oder Schachteln verpacken

Dosen kann man auch außerhalb der Plätzchen-Peaktime immer für die Aufbewahrung brauchen. Wer Geschenke in Dosen unterschiedlicher Größe verpackt, macht es sogar spannend, denn die Dose verrät ja nicht, was drin sein könnte. Danach kann der Beschenkte sie zudem weiterverwenden. Gleiches gilt für Geschenkboxen. In diese kann man nach dem Fest vieles ordentlich verstauen oder einfach dekorativ aufbewahren.

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Schon ohne Inhalt ein Geschenk sind die bunten Schachteln aus der Weihnachts-Kollektion von Bungalow

2. Geschenkbeutel aus Papier oder Stoff

Stoffreste, Tischdecken, Stoffservietten und dergleichen können als temporäre Verpackung herhalten. Schleife drum und schon sind Teddy, Bücher & Co. schick verpackt. Die Kür: Beutel selber nähen und mit einem Reißverschluss versehen, dann kann er später auch auf Reisen für Schuhe oder Wäsche zum Einsatz kommen oder je nach Maß sogar als dekorative Kissenhülle dienen. Tipp: Wenn es ein Farbkonzept gibt, sieht das Ganze nicht nach einer mehr schlechten als rechten Alternative aus, sondern wirkt elegant und festlich.

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Statt Geschenkpapier die guten Gaben einfach mal in Stoff verpacken oder gleich in ein selbst genähtes Täschchen stecken. Foto: MT Stofferie

Wer es gerne professioneller mag, kann auf junge Labels zurückgreifen, die sich auf wiederverwendbare Stoffbeutel spezialisiert haben. Schön wäre eigentlich, wenn diese Beutel einen Tracker hätten, der einem verrät, wo der hübsche Beutel mit den Jahren hingewandert ist.

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Das junge Kölner Label Good Give stellt Geschenkbeutel in verschiedenen Größen her.

3. Geschenkpapier selber basteln

Kann sehr modern aussehen: Wer Spaß am Basteln hat, kann sich mit dem klassischen Kartoffeldruck ganz einfach sein eigenes Geschenkpapier kreieren. Dazu einfach eine Kartoffel halbieren, das gewünschte Motiv mit dem Küchenmesser in die Fläche schnitzen und mit Wasserfarben oder auch Resten von Wandfarben auf Pack- oder Zeitungspapier stempeln.

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Resteverwertung: Die kleinen Tannenbäume wurden mit Kreidefarbe Athenian Black von Annie Sloan auf das Packpapier gedruckt.

4. Ganz findig: Ein Geschenk als Verpackung verwenden

Sind alle Stoffreste aufgebraucht, vielleicht einfach ein Geschenk als Verpackung für ein anderes hernehmen: Socken, Handschuhe oder Mützen können als Verpackung für kleinere Geschenke dienen. Schleichen drum, fertig! Auch Hals- oder Geschirrtücher können dekorativ um ein anderes Geschenk geschlungen werden.

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Thematisch passend verpackt: Ein Kochbuch in Küchentuch oder -schürze wickeln und als Deko gleich noch ein schickes Salatbesteck dazu (Ikea).

Unter der Bezeichnung Furoshiki, das seit einigen Jahren auch hierzulande immer beliebter wird, wird dies in Japan übrigens bereits seit Jahrhunderten praktiziert. Furoshiki reicht bis in die Edo-Zeit zurück. Es bedeutet so viel wie Bade-Tuch und war einst ein quadratisches Stoffstück, in das die Kleidung während des Besuchs eines öffentlichen Badehauses eingeschlagen wurde. Auch Waren wurden in verknotete Tücher verpackt transportiert.

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Aus dem beidseitig gemusterten Furoshiki Hana lässt sich mit ein paar Knoten eine hübsche Geschenkverpackung, aber auch eine praktische Henkeltasche zaubern. Hilfreiche Video-Anleitungen zur Knotenkunst findet man übrigens auf Youtube.

5. Nachhaltig dekorieren

Was für die Verpackung gilt, sollte auch bei der Deko bedacht werden, denn viele Schleifen sind aus Kunststoffbändern. Stattdessen vielleicht auf Schnüre aus Naturfasern zurückgreifen oder Schleifen aus Stoffstreifen basteln. Noch ein paar Zweige aus dem Kräutertopf oder Garten, Beeren oder Zapfen dazu, schon ist jedes Geschenk plastikfrei und umweltschonend verpackt.

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Auch Reste von Blumensträußen, wie die derzeit so angesagten Eukalyptuszweige, aber auch Rosmarin & Co können als Verpackungsdeko upgecycelt werden. Noch frisches Grün sollte nach dem Fest natürlich wieder formschön in der Vase landen. Foto und Idee: Bloom & Wild

Sie wollen noch mehr Inspiration rund ums Fest? Hier zeigen wir Ideen für die weihnachtliche Tischdeko und empfehlen einen Blick in unsere aktuelle Weihnachtsausgabe DECO HOME 5/2020.

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