Der Schalterhersteller Jung editiert seinen Designklassiker „LS 990“ in den 63 Tönen der „Polychromie Architecturale“ von Le Corbusier und bringt damit endlich Licht ins Design-Dunkel!

Gemeinhin ist die Existenzberechtigung von Lichtschaltern und Steckdosen definiert durch ihre Funktion. Was aber, wenn sie über ihre technische Relevanz hinaus auch eine ästhetische beanspruchten? Und vielleicht sogar nicht mehr immer nur weiß wären?

Foto: Roberto Ruiz

Die Voraussetzung müsste sein, dass sie diesem Anspruch gerecht werden. Die Namen der Beteiligten lassen ahnen, dass man sich der Herausforderung mit maximal möglichem Standard gestellt hat: Les Couleurs Suisse, deren Aufgabe darin besteht, die 63 Farbtöne von Le Corbusiers „Polychromie Architecturale“ in Kooperation mit auserwählten Partnern zur Anwendung zu bringen, und Jung, der deutsche Premiumhersteller für Gebäudetechnik.

Foto: Wolfram Scholl
Foto: Wolfram Scholl
Foto: Wolfram Scholl
Foto: Wolfram Scholl

Das 1912 gegründete Unternehmen aus dem sauerländischen Schalksmühle entwickelte für dieses Projekt eigens ein Lackierverfahren, um seinem Designklassiker „LS 990“ eine extra-samtige Haptik und matte Optik zu verleihen. Das Ergebnis erweitert das Erbe Le Corbusiers über die reine Farbwirkung hinaus, indem es sie auf ein notwendiges technisches Ausstattungsobjekt überträgt.

Abgesehen von aller Historie eröffnet die Kollektion die Möglichkeit, ein Produkt, das bis dato gestalterisch eher unscheinbar war, neu zu inszenieren. Bleibt man im Spektrum der „Polychromie Architecturale“, so lassen sich die Schalter mit den Wandfarben von Keimkombinieren. Dabei darf man ganz im Sinne des großen Meisters kunstvoll korrekt, aber durchaus spielerisch vorgehen.

Foto: Constantin Meyer