Textil-Kult! Das finnische Label Marimekko im Porträt

Wie­der­ho­lun­gen gel­ten eigent­lich als banal. Das Label Marimek­ko zeigt auf far­ben­fro­he Wei­se, war­um sie den­noch ihre Berech­ti­gung haben.

Under Marimekko Umbrella

Son­nen­schirm aus Mus­ter­stoff „Uni­kko“, dem Klas­si­ker von Marimekko

 

Aller Anfang ist schwer. Das muss­te auch Armi Ratia fest­stel­len, als sie in den 50er-Jah­ren jun­ge Künst­ler enga­gier­te, um gemein­sam mit ihnen Stof­fe für die Fir­ma ihres Man­nes zu ent­wer­fen. Ihre far­ben­fro­hen und prä­gnan­ten Designs fan­den zwar vie­le Bewun­de­rer, doch der erhoff­te Erlös woll­te sich nicht ein­stel­len. Kur­zer­hand ent­schied Armi, die Stof­fe in einer Fashion­show zu prä­sen­tie­ren – noch am sel­ben Tag waren alle Stü­cke ver­kauft. Fünf Tage spä­ter grün­de­te sie ihre eige­ne Fir­ma: Marimek­ko. Heu­te ist das Design­haus welt­weit bekannt – in Finn­land gibt es kaum jeman­den, der nicht etwas aus den Fashion- und Inte­ri­or-Kol­lek­tio­nen besitzt oder ein­mal beses­sen hat.

Es ist uns wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen. Marimekko ist nicht nur eine Marke, wir sind ein Phänomen“

 

Design­di­rek­to­rin Min­na Kemell-Kut­vo­nen erklärt, dass es ent­schei­dend sei, sich nie vor Neu­em zu ver­schlie­ßen, zugleich aber die eige­ne Geschich­te im Blick zu behal­ten. So keh­ren signi­fi­kan­te Mus­ter wie Blu­men­print „Uni­kko“ immer wie­der, erfin­den sich mit moder­nen Farb­kom­bi­na­tio­nen aber neu. Schließ­lich braucht ein Kult­la­bel auch einen gewis­sen Wiedererkennungswert.

Marimekko Playful

Fin­ni­sche Foto­gra­fi­en von 1964 aus Marimek­kos Archiv

Das Por­trät erschien erst­mals in DECO HOME 1/2019. Mehr Infos: www.marimekko.com

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