Newcomer to watch: Nemo-Designer Bernhard Osann

Weni­ger geht nicht: Der Ham­bur­ger Desi­gner Bern­hard Osann ent­wirft raf­fi­niert redu­zier­te Leuch­ten, die mit phy­si­ka­li­schen Geset­zen spie­len und den­noch ihrer Funk­ti­on gerecht werden.

Phänomenal minimal

Wenn Har­ry Pot­ter laut „Lumos!“ ruft, erscheint am Ende sei­nes Zau­ber­stabs ein glei­ßend hel­les Licht. Asso­zia­tio­nen an einen magi­schen Licht­stab ruft auch Bern­hard Osanns Leuch­te „Neo“ für den ita­lie­ni­schen Leuch­ten­her­stel­ler Nemo wach. Ledig­lich ihre Län­ge und ein Knick in der Mit­te tren­nen die Licht­skulp­tur von der Kunst des bekann­ten Zauberlehrlings.

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Leucht­stab: Wie eine gebo­ge­ne Linie aus Metall wirkt Leuch­te Neo

Einfache Antworten auf komplexe Fragen zu finden ist die große Herausforderung“

Bernhard Osann

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Eben­so magisch wirkt Modell „Bird“. Auch hier ver­zich­tet der in Ham­burg leben­de Desi­gner, der sei­ne Ant­wor­ten auf die­se in unse­rer zuneh­mend kom­ple­xer wer­den­den Welt in der abso­lu­ten Reduk­ti­on sucht, auf den übli­chen Lam­pen­fuß. Statt­des­sen balan­ciert die Leuch­te auf einem ein­zi­gen Punkt. Der Lam­pen­schirm und ein Gegen­ge­wicht aus Mes­sing hal­ten sie in ihrer Posi­ti­on. Ein Ansatz, der ihm 2018 die Best­no­te im Wett­be­werb Design Plus der Mes­se Light + Buil­ding einbrachte.

Beim renom­mier­ten Ger­man Design Award für 2020 hat es Bern­hard Osann soeben unter die fünf New­co­mer-Fina­lis­ten geschafft. Die Design­sze­ne wird auf die poe­tisch-mini­ma­lis­ti­schen Ent­wür­fe des gebür­ti­gen Augs­bur­gers aufmerksam.

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Ein Gegen­ge­wicht aus Mes­sing hält Tisch­leuch­te Bird in der Balance

Schön und gut: nachhaltige Lichtkunst

Dabei kam Bern­hard Osann erst über Umwe­ge zum Leuch­ten­de­sign: Auf eine Tisch­ler­leh­re folg­te ein Stu­di­um der Bild­haue­rei, bevor er 2016 an der Hoch­schu­le für bil­den­de Küns­te in Ham­burg sein Diplom absol­vier­te und sich im Anschluss als Indus­trie­de­si­gner selb­stän­dig mach­te. Schon 2013 hat­te er für Moor­mann das Wand­re­gal „Watn Blech“ ent­wor­fen. Dann ent­deck­te ihn der für sein anspruchs­vol­les Design bekann­te ita­lie­ni­sche Leuch­ten-Her­stel­ler Nemo und pro­du­ziert sei­ne raf­fi­niert redu­zier­ten Modelle.

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Spot an: Mit­tels Gelen­ken lässt sich Tisch-LED-Leuch­te Untit­led aus strand­ge­press­tem, matt­schwarz lackier­tem Alu­mi­ni­um fle­xi­bel positionieren

Die abso­lu­te Reduk­ti­on der For­men ermög­licht ganz neben­bei bemerkt auch den mini­ma­len Ein­satz von Ener­gie und Mate­ri­al und ist somit äußerst nach­hal­tig. Ein Ansatz, der nicht allein ans Leuch­ten­de­sign gebun­den ist und ahnen lässt, dass noch viel Arbeit auf Bern­hard Osann wartet.

www.nemolighting.com

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