Einrichterin Sophie Ashby: so inszeniert man natürliche Gelassenheit

„Umgib dich mit schönen Dingen und solchen, die du liebst und du wirst dich wohlfühlen“. Wie die britische Interiordesignerin ein Ferienhaus im Languedoc auf seinen Bewohner zuschnitt und was man davon lernen kann.

Natürliche Gelassenheit sorgt im kurz vor Béziers gelegenen Haus für Ferienstimmung. „Die Räume sollten einfach und aufgeräumt, dabei jedoch komfortabel und gemütlich wirken. Auch die Liebe unseres Auftraggebers zu Kunst, Booten und zum Kanal sowie seiner Lieblingsfarbe Blau durfte nicht zu kurz kommen“, fasst Interiordesignerin Sophie Ashby ihre Mission zusammen.

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Gut durchdacht und offen für Gäste

„Der Besitzer wüschte sich Raum zum Entspannen einerseits, aber auch Platz für Gäste und das gemütliche Beisammensein. Daher teilten wir das Haus in zwei Bereiche.“ Im Untergeschoss des am Hang liegenden Gebäudes befinden sich drei Gästezimmer mit Bädern. Im oberen Stockwerk, dem eigentlichen Erdgeschoss, erstrecken sich ein großer offener Wohn-Essbereich mit Arbeitsplatz sowie Masterbedroom und Küche. Auf diese Weise wirkt das Haus auch ohne Gäste nie leer.

„Die eigentliche Herausforderung dieses Projekts bestand für uns allerdings darin, mit lokalen und damit neuen Architekten und Handwerkern zusammenzuarbeiten.“

 

Mit Stil die Welt verbessern

„Umgib dich mit schönen Dingen und solchen, die du liebst und du wirst dich wohlfühlen“, lautet Sophies Credo. Weitere wichtige Zutaten zum Interieur à la Ashby sind natürliche Materialien – in diesem Fall helles Holz am Boden und als Wandvertäfelung, weiße Leinenvorhänge und transparente Glasleuchten, die gleich Seifenblasen über dem Esstisch schweben.

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Vor diesem lässigen Background setzt die Interiorexpertin mit ausgesuchten Antiquitäten Akzente. „Ich finde Gegensätze erzeugen einfach eine lebendige Spannung. Deshalb kombiniere ich gerne Materialien unterschiedlicher Beschaffenheit und stelle alten Möbeln neue zur Seite,“ verrät sie.

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Interiordesignerin Sophie Ashby

Mit Ende 20 ist Sophie Ashby ein Shootingstar der britischen Interiordesign-Szene und bekannt für einen eklektisch-eleganten Mix, der mehr als ein Abklatsch des gerade so angesagten Mid-Century-Styles ist. Stattdessen konzipiert die Britin mittels Kunst, Keramik und Büchern Interieurs von spannender Behaglichkeit. „Bücher erzählen etwas über eine Person,“ ist sie überzeugt. „Ich meine nicht die sogenannten Coffeetable-Books, die nur dekorativ herumliegen, sondern Bücher, die man lieb gewonnen hat und gerne auch ein weiteres Mal liest.“

www.studioashby.com

Fotos: Phil Durrant

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