Einst für Filmsets und Theaterbühnen gedacht, hat der Regiestuhl längst die Wohnräume erobert und nimmt aktuell auffallend oft auch Terrasse und Garten ein. Warum? Klären wir hier.
Vom Filmset in den Garten

Voya Klappstuhl von Ferm Living
Der Regiestuhl hat eine ziemlich beeindruckende Geschichte. Schon auf mittelalterlichen Schlachtfeldern klappten die Heerführer ihre tragbaren Sitze auf, weil man eben auch beim Feldzug bequem pausieren wollte. Später landete er dann auf den Theaterbühnen und schließlich auch den Filmsets von Hollywood, wo traditionell der Name des Regisseurs auf die Rückenlehne gestickt wurde. Dass er jetzt zwischen Sonnenschirmen und Blumentöpfen steht, wirkt vielleicht zunächst etwas ungewohnt, macht aber Sinn.

Klappstuhl Club von Yabu Pushelberg für Molteni & C
Wetterfest und dennoch elegant
Früher war das größte Problem der Stoff, er wurde nass und verblasste zu schnell. Nach wenigen Saisons ähnelte er nicht selten einem Fundstück vom Sperrmüll. Aber das ist heute zum Glück nicht mehr so. Moderne Outdoor-Stoffe wie etwa von Sunbrella halten so ziemlich allem stand, was den Sommer im Freien ausmacht. Besonders eignen sich dabei Gestelle aus Akazie, Aluminium oder Teakholz. Marken wie Fritz Hansen oder Molteni&C machen es vor: Der Regiestuhl macht draußen genauso viel her wie drinnen.

Inspiration von Einrichter Thomas Mang
Wie man den Outdoor Regiestuhl stylt
Besonders leger wirkt der Regiestuhl als Einzelstück, zum Beispiel einfach an die Hauswand gestellt, einen kleinen Tisch daneben und fertig. Aber auch am Esstisch draußen macht er eine gute Figur. Mit seinem schlanken Gestell wirkt er selbst um einen großen Tisch noch luftig. So empfanden es wohl auch die Architekten einer Villa in Forte dei Marmi, die ihre Regiestühle mit einem Outdoor-Streifen von Fischbacher 1819 polsterten (die ganze Story lesen Sie in →DECO HOME 2/2026). Wer mutig ist, kann bei der Wahl der Stoffe ruhig ausgefallener werden: Indigo, Terracotta oder Salbeigrün eignen sich hervorragend für so gut wie jedes Garten-Ambiente. Und falls man noch keinen Namen auf die Lehne hat sticken lassen – warum eigentlich nicht?
Mehr als nur ein Klappstuhl
Unser Fazit: Der Outdoor Regiestuhl ist kein Kompromiss, er ist einfach ein richtig gutes Möbelstück, mit Geschichte und Charakter. Und irgendwie weigert er sich langweilig zu sein. Vielleicht ist es diese Aura von Autorität und Kreativität, die ihm einst Hollywood-Regisseure und Heerführer einbrachten? So oder so: Ein cooler Blickfang auf Terrasse und Balkon, dabei praktisch, weil klappbar und super bequem. Was will man mehr?
Text: Flora Elm
Lust auf mehr Trends? →Hier erzählen wir mehr über die regelmäßig angesagten Blockstreifen.







