Sollte man seinen Designersessel versichern?

Ob Fahr­rad, Schlüs­sel oder beson­ders gelieb­te Kör­per­tei­le – gefühlt lässt sich fast alles ver­si­chern. Doch wie sieht es bei Kunst oder Desi­gner­stü­cken aus? Hier grei­fen die Stan­dard- Haus­rat­mo­del­le oft nicht. Die Online-Ver­si­che­rung Segu­rio möch­te das ändern. Wir haben Mit­be­grün­de­rin Nina Gschei­der bei sich zu Hau­se getrof­fen und klä­ren die wich­tigs­ten Fragen.

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Beim The­ma Ver­si­che­run­gen kann man leicht den Über­blick ver­lie­ren und ist geneigt, hier beson­ders inten­siv zu pro­kras­ti­nie­ren. Nina Gschei­der bezeich­net sie als den Dino­sau­ri­er unter den Dienst­leis­tun­gen. „Ich den­ke, dass Ver­si­che­run­gen wie wir sie ken­nen, nicht nah genug am Men­schen und dem All­tag sind. Wir alle sind indi­vi­du­ell und pas­sen in kei­ne Stan­dards. Außer­dem wol­len oder sol­len wir uns nicht für Jah­re an eine bestimm­te Ver­si­che­rung ket­ten, nur um dann fest­zu­stel­len, dass genau die­ser eine Scha­den nicht gedeckt ist.“ In ihrer Wie­ner Alt­bau­woh­nung erklärt sie uns, war­um gera­de Desi­gner­stü­cke oft dar­un­ter lei­den und was sie dage­gen tun will.

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Selbst­ver­ständ­lich ver­si­chert: Nina’s Lounge-Chair von Vitra

Frau Gschei­der, was unter­schei­det Segu­rio von Haus­rats- oder ande­ren Versicherungen?

Wir sind kei­ne Stan­dard­ver­si­che­rung. Bei der Haus­rat zum Bei­spiel wird geprüft, auf wie vie­len Qua­drat­me­tern ein Kun­de wohnt und aus die­ser Infor­ma­ti­on wird der Wert des Inhalts berech­net. Das ist nicht beson­ders zeit­ge­mäß, weil es durch­aus vor­kom­men kann, dass jemand zwar auf 300 Qua­drat­me­tern wohnt, aber ledig­lich ein Desi­gner-Sofa und eine schi­cke Küche besitzt. Den­noch wäre die Ver­si­che­rungs­sum­me viel höher als bei jeman­dem, der eine klei­ne­re Wohn­flä­che besitzt, dort aber eine höhe­re Anzahl an Design­stü­cken ver­sam­melt hat.

Und genau hier ver­su­chen wir inno­va­ti­ver zu sein: Der Kun­de kann indi­vi­du­ell sei­ne Kunst- und Design-Lieb­lings­stü­cke ver­si­chern und es spielt dabei kei­ne Rol­le, wel­che Wohn­flä­che man besitzt.

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Im Ess­zim­mer blüht es zu jeder Jah­res­zeit. Der Vor­hang ist aus Lei­nen „The Para­de of the Emperor Xuan­de“ von Manu­el Cano­vas. Tape­te im Durch­blick: Cole & Son

Außer­dem gibt es bei uns das Prin­zip der Restau­rie­rung. Das ist bei Haus­rats­ver­si­che­run­gen eigent­lich kein The­ma. Sobald der Fern­se­her kaputt geht, wird die­ser nicht „restau­riert“ bzw. repa­riert, son­dern es wird ein neu­er gekauft. Bei einem Desi­gner-Gegen­stand ist der Neu­kauf aber oft kei­ne Opti­on. Daher sind Restau­rie­rung und anschlie­ßen­de Wert­min­de­rung wich­ti­ge The­men bei uns. Auch wer­den vie­le Samm­ler von Design- und Kunst­ob­jek­ten immer jün­ger, zie­hen häu­fi­ger um und ver­kau­fen Objek­te schnel­ler wie­der. Die meis­ten Ver­si­che­rung kön­nen bei einem Umzug nicht ein­fach mit­ge­nom­men wer­den. Segu­rio schon.

War­um soll­te ich bei­spiels­wei­se mei­nen Desi­gner­ses­sel ver­si­chern lassen?

Das Prin­zip Desi­gner­ses­sel gibt es in der Stan­dard-Ver­si­che­rer-Welt nicht. Genau­so wenig wie Kunst. Wenn also bei einer Par­ty, beim Trans­port oder Umzug das Objekt beschä­digt oder sogar zer­stört wird, gibt es bei einer Haus­rats­ver­si­che­rung kei­ne ange­mes­se­ne Ent­schä­di­gung. Oft führt dies zu gro­ßer Ent­täu­schung, weil der Wert nicht aner­kannt wird: es hand­le sich ja nur um einen „alten Sessel“.

Was wird bei Segu­rio alles abgedeckt?

Wir bie­ten eine All-Gefah­ren-Deckung für Desi­gner­stü­cke, Kame­ras, Wein und vie­les mehr gegen Beschä­di­gung, Zer­stö­rung, Dieb­stahl und sogar Ver­lust. Es ist also alles ver­si­chert, außer es steht in den Aus­schlüs­sen. Davon gibt es nur sehr wenig, wie zum Bei­spiel natür­li­che Alte­rung. Die­se Art der For­mu­lie­rung ist zum Vor­teil des Kun­den, weil er nicht nach­le­sen muss, ob ein bestimm­tes Ereig­nis ver­si­chert ist, wie bei den meis­ten Ver­si­che­run­gen, son­dern nur, ob es aus­ge­schlos­sen ist.

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Im Schlaf­zim­mer sor­gen Gelb und Blau für einen fri­schen Look

Ange­nom­men ich ver­lie­re mei­ne Lieb­lings­uhr – bekom­me ich dann den gesam­ten Betrag zurück?

Ja, genau das ist der Deal. Der Kun­de bekommt genau den Bertrag, den er als Wert ver­si­chert hat. Kein wenn und aber, schnell und simpel.

Wie setzt sich der Ver­si­che­rungs­bei­trag zusammen?

Jeder kann selbst sei­ne Lieb­lings­stü­cke aus­wäh­len und die­se ein­zeln ver­si­chern. Eine Ver­si­che­rung gibt es bereits für weni­ge Euros pro Monat. Je höher die Ver­si­che­rungs­sum­me des­to gerin­ger wird im Ver­hält­nis die Prä­mie. Bezahlt wird monat­lich per Kre­dit­kar­te und es kann auch monat­lich gekün­digt wer­den. Auch gilt unser Ver­si­che­rungs­schutz welt­weit, inklu­si­ve aller Transporte.

Und was haben Sie in Ihrer Woh­nung alles versichert?

Vor allem Kunst, wie die Arbeit der däni­schen Künst­le­rin Nina Bei­er, die ich unglaub­lich gut fin­de. Es han­delt sich um eine klei­ne Instal­la­ti­on aus Cof­fee-to-go Bechern und Ärm­chen der typi­schen Win­ke-Kat­ze. Die Arbeit sym­bo­li­siert einen Wirt­schafts­kreis­lauf. Aber auch den schö­nen Lounge Chair von Vitra inklu­si­ve Ottoman.

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Muss bei Par­tys nicht abge­hängt wer­den: „S is for secret life (Cham­ber­bag bone to bone)“ von KAYA

 

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Ist das Kunst oder kann das weg? Das Werk der Dänin Nina Bei­er soll einen Wirt­schafts­kreis­lauf symbolisieren

Mehr Infos auf: www.segurio.com

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