Frisch lackiert! Von der Nagellack-Flasche zum Designmaterial

Mit Überresten von Beauty-Produkten betritt das Berliner Label Llot Llov neues Upcycling-Terrain. Ein Porträt.

Terrazzo aus Nagellack-Fläschchen

Der Lack vom Fingernagel ist längst ab, wenn Ania und Jacob sein Behältnis in Stein gießen: Die Produktdesigner von Llot Llov machen aus dem Beauty-Abfall Terrazzo „Glacier“ – einen Materialmix aus Beton, Gestein und bunten Glassplittern. Die Idee entwickelten sie bei einem Upcycling-Workshop mit dem Kosmetikkonzern Cosnova, der die gebrauchten Nagellackfläschchen gerne dafür bereitstellt. Nicht die erste Erfindung der kreativen Berliner: „Osis“ heißt ihre Färbemethode mit Salz – eigentlich eine Technik aus der Textilveredelung, die nun auch auf Holz anmutige Muster zeichnet. Aus den Materialexperimenten resultieren im Berliner Atelier Möbel und Accessoires für die Llot-Llov-Kollektion. Die Designer möchten ihre Erfindungen aber auch für individuelle Interiorprojekte offerieren. Jacobs Vision: „Ein ganzer Beauty-Salon aus dem Nagellack-Terrazzo.“ So schließt sich der Kreis auf wahrlich schöne Weise.

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Ania und Jacob vom Berliner Designstudio Llot Llov
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Auf der Maison et Objet präsentierten sie Terrazzo „Glacier“ – ein Betongemisch mit den Splittern bunter Nagellackfläschchen
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„Glacier“ als Tischplatte
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... und als Stehleuchte.
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Llot Llov haben auch andere Designs im Repertoire, zum Beispiel die Pflanzenampel „Lucille Bold“, 490 Euro (Shop)
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Der Nagellack-Terrazzo war nicht das erste Materialexperiment von Llot Llov. „Osis“ heißt ihre Färbemethode mit Salz auf Holz
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„Osis Low Table“, 2400 Euro (Shop)

Info: www.llotllov.de
Dieses Porträt erschien erstmals in DECO HOME 2/2019

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