Ran an die Wand!

Kunst ver­leiht Räu­men Atmo­sphä­re, inspi­riert, regt zum Nach­den­ken an. Durch die Demo­kra­ti­sie­rung der Kunst und den dar­aus ent­stan­de­nen „neu­en Gale­ri­en“ – die limi­tier­te Edi­tio­nen zu erschwing­li­chen Prei­sen anbie­ten – fin­den wir sie heu­te nicht mehr nur in Muse­en, son­dern kön­nen sie auch an die eige­nen vier Wän­de hän­gen. Wir zei­gen unse­rer aktu­el­len Lieb­lings­stü­cke der Gale­rie Lumas und ver­ra­ten, wer dahin­ter steckt.

Mit­hil­fe eines Infra­rot­licht­fil­ters ver­wan­del­te Pao­lo Pett­i­gia­ni für sei­ne Foto­gra­fie „Infra­red NYC I“ (Titel­bild, ab 649 Euro), den New Yor­ker Cen­tral Park in ein pin­kes Para­dies. Ver­ant­wort­lich für den Effekt ist das Chlo­ro­phyll der Bäu­me und Büsche, wel­ches die war­me Infra­rot­strah­lung reflek­tiert. Dadurch erscheint die Foto­gra­fie in strah­len­dem Weiß, das Pett­i­gia­ni wie­der­um in hel­les Rot ver­wan­del­te und den Effekt durch einen tür­kis­far­be­nen Him­mel ver­stärk­te. Neben sei­nem Schaf­fen als Foto­graf ist Pett­i­gia­ni übri­gens noch Gra­fi­ker und Snowboard-Lehrer.

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Er hat sie live erlebt: die Ära der Super­mo­dels. In den 1990er Jah­ren foto­gra­fier­te Rohn Mei­jer auf den gro­ßen Fashion­shows die begehr­tes­ten Lauf­steg­schön­hei­ten ihrer Zeit. Zu  sei­ner Werk­se­rie „Dream­girls“ gehört auch das Bild „Lin­da Evan­ge­lis­ta ’91“ (499 Euro) – eine Pro­fil­auf­nah­me des kana­di­schen Models. Durch das Spiel mit Licht, Far­be und Fokus ver­leiht er der Foto­gra­fie sei­ne unver­kenn­ba­re Handschrift.

 

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Untit­led II.I“ von Peter Funch, ab 2949 Euro.

Es muss ein wah­res Spek­ta­kel gewe­sen sein, als Sony 2005 für eine Image­kam­pa­gne 250.000 kun­ter­bun­te Flum­mis durch die Stra­ßen San Fran­cis­cos hüp­fen ließ. Der däni­sche Foto­graf Peter Funch hat die­ses Ereig­nis mit sei­ner Kame­ra ein­ge­fan­gen und lässt es in limi­tier­ten Moment­auf­nah­men weiterleben.

 

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Blue“ von Shei­la Rogers, 98 Euro.

Frü­her sam­mel­te Shei­la Rogers Muscheln am Strand ihres Hei­mat­or­tes in Texas. Mitt­ler­wei­le hat sie die Muscheln durch Plas­tik­müll, der jähr­lich in Ton­nen an die Ufer gespült wird, ersetzt. In ihrem Ate­lier rei­nigt sie die gesam­mel­ten Tei­le, arran­giert sie in Ple­xi­glas­bo­xen zu Bild­kom­po­si­tio­nen und foto­gra­fiert sie anschlie­ßend. Ihr Ziel: Die Men­schen auf­rüt­teln und ein Bewusst­sein für die Ver­schmut­zung unse­rer Gewäs­ser schaf­fen. Gemein­sam mit Lumas unter­stützt sie des­halb die künst­le­risch ambi­tio­nier­te Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on „Par­ley for the Oze­ans“ mit ihren Werken.

 

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Fjall­kon­an (moun­tain woman)“ von Kate Shaw, 839 Euro.

Mit einer spe­zi­el­len Misch­tech­nik ver­bin­det Künst­le­rin Kate Shaw gegos­se­ne Far­be, Air­brush und Glit­zer zu col­la­ge­ar­ti­gen Kunst­wer­ken. Die Inspi­ra­ti­on für ihre plas­tisch wir­ken­den Gebirgs­for­ma­tio­nen sam­mel­te die Aus­tra­lie­rin auf einer Rei­se durch Island. Mit ihren Wer­ken spie­gelt sie unser ambi­va­len­tes Ver­hält­nis zur Umwelt wider: Das Wech­sel­spiel aus Ver­bun­den­heit und Distan­ziert­heit zur Natur.

 

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Wer jetzt an inein­an­der ver­wo­be­ne Gum­mi­schlan­gen denkt, liegt falsch. Denn der per­si­sche Künst­ler Salär Ahma­di­an ver­webt in sei­nen Gemäl­den viel­mehr isla­mi­sche Schrift­zei­chen und gibt ihnen durch kräf­ti­ge Far­ben fast schon einen Pop-Art Look. So ver­eint er auf künst­le­ri­sche Wei­se Tra­di­ti­on und Moder­ne, West und Ost. Wir zei­gen hier: „Untit­led II“, ab 520 Euro.

 

Lumas bie­tet eine sorg­fäl­tig kura­tier­tes Aus­wahl an Foto­kunst zu erschwing­li­chen Prei­sen. Die exklu­si­ven Ori­gi­nal­ab­zü­ge sind in unter­schied­lich gro­ßen Auf­la­gen erhält­lich, num­me­riert und signiert. Und das Wich­tigs­te: Sie soll für jeden zugäng­lich sein! Mehr über den Wan­del der Sze­ne und die Demo­kra­ti­sie­rung der Kunst kön­nen Sie in unse­rem Arti­kel „Neue Räu­me für die Kunst“ lesen.

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